Geschichten vom Scrum
„Märchen? Scrum? Was soll das denn für’n Quatsch sein?“ dachte ich, als ich das Buch entdeckte. Bisher hatte ich zwar vom Storytelling gehört, aber noch kein brauchbares Beispiel gefunden.
Überraschung! Jetzt hab ich eins, und was für eins! Mir gefällt das Buch ausgesprochen gut. Und worum es geht, davon erzählt der Klappentext:
König Schærmæn der Weißnichtwievielte hat eine Vision: Er möchte die beste und flexibelste Drachenfalle aller Zeiten entwerfen und bauen lassen. Um diese Aufgabe zu meistern, lässt er eine geeignete Mannschaft zusammenstellen. Unter Anleitung eines Einhorns aus dem Lande Scrum macht sich eine Gruppe ganz normaler Märchengestalten ohne agile Vorkenntnisse an die Arbeit. Es gibt viel zu lernen: Das Handwerkszeug von Scrum und der Drachenfallenbau wollen beherrscht und zwischenmenschliche Probleme gemeistert werden. Am Ende entsteht nicht nur die gewünschte Drachenfalle, sondern auch ein erfolgreiches Scrum-Team.
Der Leser begleitet die Märchengestalten auf ihrem Weg zum Projekterfolg. Dabei unterstützen ihn die ergänzenden Erläuterungen und Kommentare des Einhorns. Am Ende weiß der Leser nicht nur, aus welchen Elementen Scrum besteht, sondern auch, wie man diese Elemente erfolgreich einsetzt.
Und das Konzept geht auf – ich habe in den Märchengestalten einige Verhaltensweisen wieder erkannt. Mich selbst auch ein bisschen… Die Schwierigkeiten, auf die das Team stößt, sind mir aus der Praxis wohlbekannt. Als latent asperger-autistischer Mensch lass ich mich ab und an ganz gern auf die einzel- und gruppendynamischen Befindlichkeiten aufmerksam machen. Einige Tipps des Einhorns spiegeln meine bisherigen Erfahrungen wider. Andere Sachen waren mir neu, so dass ich auch noch was dazu gelernt habe.
Übrigens hab ich das Buch überhaupt nur darum in die Hand genommen, weil ich den Autor erlebt habe. Er hat auf der SEACON 2011 agile Teams mit einem Team der Feuerwehr verglichen, und das sehr gekonnt. Da dachte ich, ich könnte ja mal diesem komischen Märchenbuch eine Chance geben. Und es hat sich gelohnt!
Und für die unter Euch, die noch mehr Meinungen haben möchten:
Einer meiner Kollegen meinte, das Buch wäre eher etwas für Leser von Tom de Marco oder Märchenliebhaber. Definitiv weniger geeignet fürs schnelle Nachschlagen im Büro, oder um harte Fakten zu bekommen.
Und hier kommt der Kommentar eines anderen Kollegen:
Das Buch beschreibt den fiktiven Ablauf eines Scrumprojektes. Fiktiv ist das Projekt allein schon deshalb, weil die Handlung in der Märchenwelt angesiedelt ist. Das Pfiffige an der Idee ist, sprachlich auf diese allgemein zugängliche Bilderwelt zuzugreifen, um damit die abstrakte Welt des Projektmanagements eines Scrumprojektes zu veranschaulichen.Positiv fiel mir auf, dass der Autor sehr kompetent die Scrumidee in die andere Welt transformiert hat. Der mögliche Ablauf eines Scrumprojektes anhand des Baus einer Drachenfalle wird gut nachvollziehbar beschrieben. Dennoch habe ich das Buch aus drei Gründen nicht zu Ende gelesen: Märchen sind eher kurz gehalten. Dies liegt zunächst an der einfachen Märchensprache, die nicht geeignet ist, komplexere psychologische Verhaltensweisen wieder zu geben. An dieser Stelle wird die ursprüngliche Idee meines Erachtens nach überstrapaziert. Manches erscheint dann einfach kindisch.
Der Autor versucht, alle Aspekte eines Projektverlaufs im Märchen darzustellen. Dazu gehören auch normale Befindlichkeiten von Mitarbeitern, die sich in der Zusammenarbeit immer wieder zeigen (z. B. Unsicherheiten, Dominanz, Geltungsbedürfnis, Unwissenheit). Diese treten immer wieder auf, egal welche Projektmethode gewählt wird. Damit verschwindet das Charakteristische von Scrum hinter einer Fülle an Projektdetails.
Gelegentlich sind Kommentare eingestreut, die Scrum-Aspekte erläutern sollen. Diese sind ebenfalls an die Sprachwelt des Märchens angelehnt. Es wäre hier besser gewesen, die dem Leser vertraute Fachsprache zu verwenden. Für mich wäre dann die Information auf einer sachlichen Ebene rüber gekommen und es wäre eine angenehme Abwechslung zur Sprachwelt des Märchens. So störte schon alleine der besserwisserische Unterton, der diesem Sprachstil zu eigen ist.
Fazit: Das Buch macht Spaß. Ob es gefällt, kommt darauf an, was man erwartet. Mir gefällt’s!
Holger Koschek: „Geschichten vom Scrum. Von Sprints, Retrospektiven und agilen Werten“. dpunkt 2009. 29,90 EUR (D) / 30,80 EUR (A). ISBN 978-3-89864-640-6.
Maria
Mit der Box zur Kreativität gelingt der Einstieg ins Thema leicht, was Neulinge freut. Darüber hinaus sind aber auch mächtige – und bewährte – Kreativitätsmethoden enthalten. Auf den Karten gibt es viele Anregungen für typische Aspekte der Kreativität: Unter anderem Perspektivenwechsel, Unmögliches oder Fehler zulassen (und damit auch neue Möglichkeiten). Die Karten decken dabei viele verschiedene Bereiche ab, es geht ums Wissen, ums Schätzen, ums Kombinieren – und sogar ums Kochen. Meine Lieblingskarte schlägt ein akustisches Memoryspiel vor, das würde ich gern mal ausprobieren.
Diese Box enthält als typische Übungsszenarien Rätsel, die meist in Form von Kriminalfällen daher kommen. Wer die „




Mal Dir Deinen eigenen Helden (oder eine Heldin), die Strichabenteuer erlebt: 
Grummelige Vogelfiecher flitschen… geht nicht nur auf’m Mobilphone, sondern auch bei Chrome: 
Das Buch richtet sich an alle, die ihre Argumentationsfähigkeit verbessern wollen, ob im Seminar, für eine Präsentation oder für Prüfungssituationen. Es erläutert die Funktionsweise wirksamer Argumentation und bringt Übungen und Tipps mit, um erfolgreicher zu argumentieren und zu diskutieren – bis hin zur Disputation. Es gefällt mir deswegen besonders, weil es sehr übersichtlich aufgebaut ist. Stöbern geht darin wunderbar. Dann noch den ein oder andern Tipp lesen, womöglich beherzigen und – wenn’s denn die Zeit erlaubt – Übungen ausprobieren. Schön auch, dass im Buch an Selbstkontemplation gedacht ist, die Argumentation, die in meinem Kopf vorkommt.
Hardware, Software, Web und andere Dinge rund um den Rechner in „Plain English“ – kurze Comicfilmchen, die mittels einfacher Sprache und einfacher Darstellung Fragen der „Straßeninformatik“ erklären: Computer Viruses, Secure Passwords, Secure Websites, Cloud Computing… auch für Kids geeignet.
Ein Glückstagebuch kann helfen, das Leben etwas „glücklicher“ zu sehen. Denn schreiben hilft. (Mach ich ja hier seit Jahren, und kann’s aus persönlicher Erfahrung bestätigen.) Der Verlag schreibt schon das Passende, deshalb hier ein Zitat: „Etwas bescheidener: Vor Ihnen liegt ein Glückstagebuch, das Sie verändern können. Es ist eine Einladung, Ihrem Glück auf die Schliche zu kommen – mit Hilfe von Übungen, Zitaten, Witzen und Anregungen für jeden Tag. Glück ist kein Schicksal, sondern die Summe unserer täglichen Gedanken und Handlungen, halten Sie also Ihre kleinen Glücksmomente fest. Denn Glück ist eine Frage der Übung, nur meistens üben wir das Falsche.“ Klingt etwas hochtrabend, doch der Kern ist getroffen.
Das Buch zum Tagebuch. Noch viel besser, weil mehr drin steht. Es gibt Ratschläge (wie Du klug Schokolade isst, bis Du genug gegessen hast – und wann das ist), Hintergrundinfos (Gesundheit, Spaß und Historisches), lehrreiche Geschichten (Pinguine!) und einen Autor, der sich selbst nicht zu ernst nimmt.
Das Buch ist als Tagebuch von Heinz aufgemacht. Dementsprechend kommen die einzelnen Kapitel als Tagebucheinträge daher. Sozusagen Timestamps der Computergeschichte. Das Buch hat keinen Erzählstrang, es erzählt jeweils eine Anekdote pro Jahr.

Im Labor von Professorin Multiversa habt ihr jedenfalls einen kleinen Avatar, mit dem ihr zuerst durch Spiele, Filme und Puzzles naturwissenschaftliche Grundkenntnisse erlangt, bevor ihr dann euer eigenes Multiverso-Raumschiff bauen könnt, mit dem es auf Entdeckungsreise durch unser Sonnensystem geht …
„Engineering Documentation Control Handbook – Configuration Management“ von Frank B. Watt, Noyes Publication, New York: 2000. (Inzwischen gibt es von dem Handbuch eine neue Edition.)
„ProjektManagement. Das Wissen für den Profi“ von Bruno Jenny, vdf-Hochschulverlag, Zürich: 2009.
Zur Gehaltsverhandlung wurde von Wiebke H. (Teilnehmerin) das Buch „Gehaltsverhandlungen für freche Frauen“ von Cornelia Topf (redline Wirtschaftsverlag 2005) empfohlen.
Von einigen Teilnehmerinnen, wurde das Problem geschildert, dass sie die Männersprache ihrer Kollegen nicht verstehen. Die Dozentinnen Doreen und Vera erklärten uns, dass diese Männersprache was mit dem Kampf um Status zu tun hat. Aus dem Teilnehmerinnenkreis kam dann der Ausruf: „Ja, wenn ich die Spielregeln kenne, dann habe ich auch Spaß einfach mitzumischen!“ Doreen und Vera empfohlen daraufhin auch das Buch „Spiele mit der Macht“ von Marion Knaths. Es soll sehr anschaulich beschrieben und leicht zu lesen sein.
Oliver Sacks ist ein weltbekannter Neurologe und ein Anhänger der romantischen Wissenschaften. So beschreibt er in zahlreichen Kurzgeschichten in diesem Buch mit viel Hingabe und auf eine liebevolle Art und Weise „seine“ Patienten und ihre neuropsychologischen Besonderheiten. Was uns als Naturwissenschaftlerin dabei vielleicht besonders zu fesseln vermag, ist die Frage, ob das menschliche Gehirn wirklich wie ein Computer funktioniert, oder ob in unser aller Köpfen nicht doch noch mehr vor sich geht?