Entscheiden oder Driften?
Ausgabe 16 der profile-Reihe beschäftigt sich mit dem Entscheiden. Es gibt Artikel und dazu ausführliche Kommentare, was mir als Einsteigerin in das Thema die Einordnung sehr erleichtert hat. Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft berichten in den Bereichen „basics“, „features“ und „profiles“ über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Dabei ist die Mischung aus – viel – Praxis und – etwas – Wissenschaft gelungen. Beispiel gefällig? Unter http://ackoffcenter.blogs.com/2007/03/ gibt es einen der Artikel online (in einer etwas anderen Version): „Why few organizations adopt systems thinking“. Die Artikel sind fast alle auf deutsch, aber es gibt auch englischsprachige Erfahrungsberichte.
Besonders gut gefallen hat mir ein Artikel zur Fehlertoleranz, wie sie bewusst und aktiv vorgelebt wird. Da geht’s dann sehr lösungsorientiert zu, mit einem Blick nach vorn im Fehlerfall. Also keine Schuldzuweisungen, keine Rechtfertigungen, sondern die Frage: „Wie kann es jetzt erfolgreich weitergehen?“ Selten genug, hier scheint es zu funktionieren.
Obwohl ich auf den ersten Blick gar nicht so recht Lust hatte, mich in das Heft einzuarbeiten, lohnt es sich. Viel, viel Text. Wenig Bilder, und davon viele Autorenporträts und – naja – „Füllmaterial“ (Bilder von Kunstwerken, die für mich keinen Zusammenhang zum Text haben). Aber dann fing ich an und konnte es noch nicht mal sein lassen, mir einen Bleistift zu nehmen und mir Abschnitte regelrecht zu erarbeiten. Ich bin überrascht, wie mich das Thema gepackt hat und wie spannend für mich die zu Grunde liegenden Ideen und Gedanken sind. Nicht bei allen Artikeln, aber bei erstaunlich vielen.
Fazit: Fundiert, sehr gut!
Themen
- Fehlertoleranz in der Unternehmenskultur
- Komplexitätszunahme
- Strategien zur Entscheidungsvermeidung
- System Thinking selten in Organisationen
- Entscheiden in Kooperationen und Netzwerken
- Qualität vom Entscheiden
- Schlüsselstellen der Strategieentwicklung
- Entscheidungen in Führungsteams
- Lernende Organisation: Lessons learnt
- Entscheidungen finden und Commitment darstellen
- Entscheidungsschwäche und Unsicherheit
Balance von Raum, Zeit und Ressource
Ausgabe 18 der Reihe war nicht so sehr was für mich. Eher was für kleinere Coachingbüros, Künstler, Visionäre, Idealisten… ich schreib Euch mal die Themen auf, Ihr könnt ja selbst mal gucken.
Themen
- Potenzialentfaltung durch Vertrauen (in der Kindheit)
- Clean tech
- Förderung lokaler Einrichtungen
- Atmosphäre philosophisch: Raum, Architektur und Stadt
- Sustainable Business Model
- Ideen zu Regionalwährung statt Geldwesen
- Gesundheit als Veränderungsprozess
- Computervermitteltes Handeln (web 2.0) und Social Softare (enterprise 2.0)
- Unternehmensgründung mit Freunden
- Entergieressourcen, herkömmlich und erneuerbar
- Tango und Embodiment
- Kunst im Knast
Fazit: Nicht meine Themen
Unter www.profile-online.de plant EHP auch noch ein Zusatzangebot online (derzeit: www.ehp.biz/zeitschriften/profile.php). Als ich zuletzt dort war, gab’s noch nix, aber ich behalt das mal im Auge…
Zeitschriftenreihe „profile. Internationale Zeitschrift für Veränderung, Lernen Dialog“. Erscheint zweimal jährlich bei EHP (März/ Oktober), ca. 130 Seiten. Einzelheft 18,- EUR (D) / 28,80 CHF. Jahresabo 30,-EUR (D) / 47,90 CHF . ISSN 1615-5084 .
Maria
Das amerikanischsprachige Buch enthält eine Anleitung, wie sich mit Processing (einem Tool) Kunst generieren lässt. Die vom Autor und anderen Künstlern hier dargestellten Bilder gefallen mir schon mal. Sie wirken organisch, kraftvoll, sind farbig und dynamisch. Dann werde ich doch mal tiefer eintauchen… Quellcode gibt’s eine Menge, daneben auch gern mal das daraus erzeugte Bild. Überhaupt Quellcode. Der Autor stellt einige Werke unter 
Das Buch vermittelt solides Grundlagenwissen: einerseits die Technik, andererseits die Hintergründe – warum soll ich gerade diese Technik anwenden, worin liegt der Vorteil dabei? Statt Kapitelüberschriften stehen Fragen dort, die dann kurz und praxisorientiert und pragmatisch bearbeitet werden. Man erfährt, wie man Zeilen an Moderationswände bringt, wie man schneller als gewöhnlich Karten clustern kann, wie man die Teilnehmenden ohne Reden kommentieren lassen kann und was Murmelgruppen sind.
Bodo Rudolf träumt davon, das Angenehme mit dem Notwendigen zu verbinden, im Ausland zu leben und zu arbeiten. Am besten dort, wo Palmen locken, weiße Strände und blaue Lagunen, wie seine Frau einwirft. Dem Ingenieur steht die Welt offen, hieß es in den Sechziger Jahren. Bodo Rudolf ging also los, nach Paris, in den Mittleren Osten, den Irak, den Iran, nach Syrien, Abu Dhabi, nach Sumatra und noch weiter. Er lebte jahrzehntelang auf Großbaustellen unter Palmen, mit und ohne seine Familie. Die Lagunen waren eher rar. Um nicht zu sagen, sehr, sehr weit weg. Immerhin gab’s Palmen.

Zugegeben, der Titel hat mich schon seit Längerem neugierig gemacht. Jetzt endlich hab ich mir das Buch also mal angesehen. Und bin enttäuscht. Der Autor hat nicht nur einen Hang zu seltenen Fremdwörtern, er bringt auch zeilenlange Sätze zustande. Insgesamt wirkt sein Schreibstil auf mich altbacken und selbstverliebt. Beispiel gefällig? „… und Schweres unschwer leichter zu sagen.“ Das zeugt von Lust am Schreiben – ohne das nötige Gespür für gute Formulierungen. Auch bei den Abbildungen wäre eine kluge Vorauswahl schöner gewesen.
Das Buch ist alphabetisch nach deutschen Redewendungen aufgebaut. Diese sind nacheinander aufgelistet, darunter die englische Übersetzung. Und schließlich noch das Ganze in einem Beispielsatz. Am Ende steht dann ein Register, in dem die englischen Phrasen alphabetisch aufgelistet sind, mit Seitenzahl zum ausführlicheren Text. Auf der CD sind im mp3-Format einige der Redewendungen zum Reinhören zu finden. Die Tracknummern zu diesen Ausgewählten stehen netterweise im Buch dabei.
Endlich mal ein Buch für uns arme Büropumas – keine Zeit zum Jagen, aber immer Hunger… Das Buch kommt aus einem Wiener Verlag. Deswegen wundert Euch nicht, Ihr müsst vielleicht die eine oder andere Zutat übersetzen. „Faschiertes“ ist das Gehackte. Was Melanzani sind, weiß ich leider bis jetzt noch nicht.
Das Buch machte direkt beim ersten Durchblättern einen brauchbaren Eindruck. Auch wenn es sich nicht ausschließlich an Akademiker/innen oder Hochschulabsolvierende richtet, gibt es bodenständige und brauchbare Tipps. Das geht schon vorn los, wo es erst einmal um Selbstanalyse und das Erarbeiten der eigenen Stärken, Schwächen und bisherigen Erfolge geht. Wie das geht, dafür bieten die Autoren und Bewerbungsprofis wirklich gute Denkanregungen und Übungen.

Keine Fakten, aber Grafiken: Tortendiagramme und Flowcharts, Balkendiagramme und Graphen. Alle mit hohem Nickfaktor („ja, stimmt“) und großer Überzeugungskraft („so musses sein“). Selbst das Vorwort ist nix anderes als ’ne bunte Torte mit ’ner Handvoll bunter Quadrate neben den kurzen Texten in der Legende.


Schade, schade, schade. Ich hatte schon lange mit diesem Buch geliebäugelt. Leider hat es mich enttäuscht. Warum? Da kommt Einiges zusammen… Auf den ersten Blick fiel mir eine Grafik auf, die nicht beschrieben oder kommentiert war. Das widerspricht allen Regeln eines guten Fachbuchs, noch dazu für so etwas Gestalterisches wie das Design. Außerdem gibt es unprofessionelle Bewertungen: „Cooper Black [eine Schriftart]. In den 70ern noch genauso hässlich wie in den 20ern.“ Na toll. Was soll ich als Leserin bitte daraus lernen?!?
… mit Kontext: charakterisiert, was programmieren ausmacht, welche Fähigkeiten gefordert sind und warum es Spaß macht. Schattenseiten bzw. eine Vorwarnung, was nicht soooo spannend oder schön ist, sind auch drin
Für die Lektüre des Buches ist Erfahrung mit Coaching, Beratung oder als Trainerin unbedingt erforderlich. Alles in allem ist es kurz, knapp und kompakt gehalten. Das ist recht gut gelungen. Im ersten Teil steht die individuelle Sicht im Fokus (persönliches Coaching, Führungskräfteweiterentwicklung). Im zweiten Teil geht es um die Intelligenz der Organisation als System. Stichwort Gruppendynamik, insbesondere im Zuge von Veränderungen. In diesem Teil habe ich ein paar neue Perspektiven und Theorien kennen gelernt (über meine eigenen Praxiserfahrungen hinaus).
„Märchen? Scrum? Was soll das denn für’n Quatsch sein?“ dachte ich, als ich das Buch entdeckte. Bisher hatte ich zwar vom
Mit der Box zur Kreativität gelingt der Einstieg ins Thema leicht, was Neulinge freut. Darüber hinaus sind aber auch mächtige – und bewährte – Kreativitätsmethoden enthalten. Auf den Karten gibt es viele Anregungen für typische Aspekte der Kreativität: Unter anderem Perspektivenwechsel, Unmögliches oder Fehler zulassen (und damit auch neue Möglichkeiten). Die Karten decken dabei viele verschiedene Bereiche ab, es geht ums Wissen, ums Schätzen, ums Kombinieren – und sogar ums Kochen. Meine Lieblingskarte schlägt ein akustisches Memoryspiel vor, das würde ich gern mal ausprobieren.
Diese Box enthält als typische Übungsszenarien Rätsel, die meist in Form von Kriminalfällen daher kommen. Wer die „