Systeme und Schnittstellen

Buchrezensionen

Designing Interactive Systems
User Interface Design

Designing Interactive Systems

CoverZielgruppe des englischsprachigen Buches ist die nächste Generation von Designern für interaktive Systeme. Diese Einführung führt ein in die Praxis der interaktiven Systeme und ihrer Erstellung. Die Perspektive liegt dabei deutlich auf dem Menschen, der das System (später) benutzen soll.

Prinzipien und Methoden der HCI (Human Computer Interaction) stehen dabei im Vordergrund. Die Autoren liefern ein Fachbuch für Einsteigerinnen, aber auch Fortgeschrittene. Ob ich persönlich dieses Buch in der Lehre einsetzen würde? Ich zweifle noch. Für die Praxis allerdings finde ich es durchaus geeignet.

Eine der Aufgaben im Buch besteht darin, dass die Leserin eine Website lesen und anschließend mit einem Freund über die Ideen dort diskutieren soll. Etwas schwach, oder? Grafiken und Layout tragen beide zur Unübersichtlichkeit des Buches bei, es wirkt alles sehr wirr. Das macht keinen guten Eindruck, denn ein Buch über den Entwurf interaktiver Systeme sollte selbst auch so entworten sein, dass es gut benutzbar ist.

Eine gute Seite der Einführung ist die Übersicht, welche Fachgebiete beim Entwurf interaktive Systeme eine Rolle spielen. Denn bei dem Thema geht es ja um Menschen, um Technolgie, um Aktivitäten in einem Kontext und um Design. Dementsprechend haben wir es hier mit Soziologie, Psychologie, Ergonomie, Anthropologie, Kulturwissenschaften, E-Technik, Softwareengineering, Multimedia, Datenbanken, Sensoren usw. usf. zu tun. Nach den einzelnen Abschnitten wird die Leserin mit weiterführenden Literaturtipps versorgt.

Fazit: Irgendetwas macht das Buch schwer lesbar (zuwenig Absätze? Unübersichtlichkeit? Zu bunt?)

David Benyon, Susan Turner und Phil Turner: „Designing Interactive Systems. People, Activities, Contexts, Technologies“. Addison Wesley 2004. 69,50 EUR (D) / 83.20 $. ISBN 0-321-11629-1.

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User Interface Design

CoverDieses englischsprachige Buch will eine Brücke schlagen zwischen Programmiererin und HCI-Spezialistinnen (Human-Computer-Interaction). Wenn frau Mitglieder beider Gruppen fragt, sagen die Programmiererinnen, dass User Interface Design natürlich nach der Programmierung stattfindet. Die HCI-Spezialistinnen dagegen schwören darauf, dass die Programmierung natürlich nach dem User Interface Design stattfinden muss. Das Buch ist verständlich geschrieben und breitet die Themen übersichtlich vor der Leserin aus. Themen werden immer wieder aufgegriffen, was einerseits gut ist, andererseits aber auch verwirren kann.

Interessant zum Thema Usability ist unter anderem, wie frau Kriterien für Usabilitytests finden kann. Das hängt natürlich auch vom Entwicklungsstadium der Software ab. Besonderheiten lauern überall, z. B. sind bei der Programmierung von Spielen Hürden ja erwünscht – bei anderen Arten von Software eher nicht. Dankenswerterweise gibt es hier auch mal Beispiele für schlechte (Oberflächen-)Gestaltung – durch Fehler lernt frau bekanntlich besonders gut. Überhaupt sind die vielen, sehr unterschiedlichen Beispiele gut, um daran viel zu lernen. Anhand einer Fallstudie versucht die Leserin, die vorgestellten Techniken und Methoden auch einmal anzuwenden.

Fazit: Gefällt mir viel besser als das „Designing Interactive Systems“-Buch, weil die Form den Inhalt unterstützt, und damit das Buch nach den Richtlinien, die es verbreitet, gestaltet ist. Das überzeugt einfach. Ach ja: Ignoriert das seltsame Titelbild!

Themen

  • Das Beste aus der klassischen Usability
  • Prototyping und iteratives Design
  • Darstellung von Daten
  • Mentale Modelle und Interface-Design
  • Analyse, Visionen und Bereichsbeschreibungen
  • Virtuelles Fensterdesign
  • Funktionsdesign
  • Prototypen und Defekte korrigieren
  • Reflektion von User-Interface-Design
  • Web-basiertes Kurseinordnung (engl. Rating)
  • Entwurf eines Emailsystems
  • Userdokumentation und Support
  • Usability testen
  • Heuristische Evaluation
  • Systementwicklung
  • Datenmodellierung

Soren Lauesen: „User Interface Design. A Software Engineering Perspective“. Addison Wesley 2004. 57,50 EUR (D) / 85.80 $. ISBN 0-321-18143-3.

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Maria

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Gemeinschaften via Web

Buchrezension

Online Communities

CoverDiese englischsprachige Publikation von Jenny Preece ist ein Standardwerk auf dem Gebiet der „Online Communities“. Es ist ein interdisziplinäres Buch, das für verschiedene Zielgruppen geeignet ist. Zum einen kann es für Studierende, die sich mit „Online Communities“ oder Human-Computer-Interaction im Bereich Cyberspace beschäftigen, interessant sein. Zum anderen wird es die Enthusiasten ansprechen, die mehr über „Online Communities“ wissen wollen. Schließlich sollen sich Wissenschaftlerinnen angesprochen fühlen, die einen Überblick über die „multi-disziplinären“ Themen suchen, die hier angesprochen werden. Dementsprechend lernt frau hier auch etwas über die (Fort-)Entwicklung solcher Gemeinschaften.

Worum geht’s denn nun? Um Sociability, also darum, welche Leute in den Online-Gemeinschaften mitmischen, warum sie das tun und wie man gemeinsame Regeln und Richtlinien festlegen kann, um Probleme zu umschiffen. Des Weiteren geht es um Usability, also welche Aufgaben, die welche Mitgliedern erledigen, mit welcher Software optimal unterstützt werden können. Natürlich spielt in dem Zusammenhang auch Kommunikation eine Rolle, Gruppendynamik und andere psychologische Faktoren. Neben etwas praktischeren Tipps zur Software-Auswahl, zu Richtlinien bzgl. Sociability und Usability sowie zu Bedürfnisanalyse und Evaluation zeigen Fallstudien Einblicke in bereits bestehende Gemeinschaften.

Fazit: Guter Überblick

Themen

  • Sociability: Ziel und Zielgruppen
  • Usability: Aufgaben, Nutzung und Software
  • Zwischenmenschliche Kommunikation
  • Gruppen
  • Community-zentrierte Entwicklung
  • Software-Auswahl
  • Richtlinien für Sociability und Usability
  • Bedürfnisse und Auswertung von Communities einschätzen
  • Fallstudien

Die Autorin
Jenny Preece ist Professor und Chair of Information Systems an der Universität von Maryland, Baltimore County. Dort lehrt sie „Online Communities“ und Human-Computer-Interaction (Mensch-Maschine-Interaktion). Bevor sie in die USA kam, war sie Vorsitzende des ersten Fernstudiengangs an der Fernuni im Vereinten Königreich. Sie hat Einiges im Bereich Human-Computer-Interaction publiziert.

Jenny Preece: „Online Communities. Designing Usability and Supporting Sociability“. John Wiley & Sons 2000. 45,- EUR / 29,99 $. ISBN 0-471-80599-8.

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Siehe auch die Rezension: Wissensmanagement und Gemeinschaften

Maria

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Landschaften zum Spielen

Buchrezension

3D Game Textures

Cover Das Buch richtet sich an alle, die mit Texturen arbeiten wollen. Dabei stehen – klar – typische Texturen für Spiele im Vordergrund. Auch die Beispiele für die Erklärung der Grundlagen kommen aus dem Spielekontext. Die reiche Bebilderung passt zum Thema und die Erklärungen anhand von Beispielbildern sind eingängig. Natürlich wird auch die Frage beantwortet, was denn überhaupt eine Textur ist. Die DVD enthält eine Demoversion von Photoshop CS2 und Genetica2. Außerdem findet die geneigte Leserin hier nicht nur alle Bilder aus dem Buch, sondern noch weitere.

Das englischsprachige Buch ist sprachlich nicht zu anspruchsvoll, so dass auch Nicht-Muttersprachlerinnen eine gute Chance haben, alles zu verstehen. Der Autor unterhält die Leserin mit lustigen Passagen wie dieser:

„This image simply shows the world that I need to wash my car. Seriously, look at the various parts of complex objects and you will see a variety of surface behavious.“

Fazit: Lohnt sich für alle, die wirklich in die Tiefen der Spielgestaltung eintauchen wollen – interessant auch für Grafikfreaks

Themen

  • Grundlagen der (Spiel)Kunst: Gestalt und Form, Licht und Schatten, Textur, Farbe, Perspektive
  • Einblick in die Computergrafiktechnologie: Dateiformate, UV-Mapping, Schattierungen
  • Photoshop für Spielkünstlerinnen
  • Texturen erzeugen
  • Verschiedene Settings: Science-Fiction-Texturen, in der Stadt, Fantasytexturen, unter freiem Himmel
  • Spieleffekte

Luke Ahearn: „3D Game Textures. Create Professional Game Art Using Photoshop“. Focal Press 2006. 47,50 EUR / 49,95 $. ISBN 0-240-80768-5. Mit DVD.

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Maria

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Der Mensch und sein rechnendes Werkzeug

Buchrezensionen

Mensch-Computer-Interaktion
Der Pragmatische Programmierer
Ship it!

Mensch-Computer-Interaktion

CoverMarkus Dahm liefert mit diesem Buch einen guten Einstieg in verschiedene Aspekte der Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Maschine „Computer“. Sehr interessant sind die Kapitel zur Wahrnehmung und zu Handlungsprozessen. Auch Lerntypen und Lernmodi werden erklärt. Das Ganze fasst sich trotz der geballten Information sehr kurz – und verständlich. Zielgruppe des Buchs sind Studierende in Bachelor-Studiengängen der Informatik und verwandter Fächer, z. B. auch der Informationstechnik, Studierende der Medientechnik sowie Leser aus den Bereichen Arbeitswissenschaften und Psychologie.

Wichtige Richtlinien und Methoden zur Gestaltung ergonomischer Software werden behandelt. Ausgehend von konkreten Beispielen erläutert der Autor die theoretischen Grundlagen und zeigt dann deren Anwendung bei klassischen Benutzungsschnittstellen wie Office-Anwendungen, Websites (z.B. im E-Commerce) und eingebetteten Applikationen wie in Handys oder Digitalkameras. Neben Normen, physiologischen Grundlagen und technischen Anleitungen soll die Leserin das nötige Gefühl für die Ermittlung und Umsetzung der Anforderungen entwickeln und den interdisziplinären Charakter der Softwareergonomie erkennen. Am Ende jedes Kapitels werden die neuen Erkenntnisse zusammengefasst. Übungsaufgaben helfen bei der Vertiefung.

Fazit: Gutes Werk zum Thema „Interaktion zwischen Mensch und Computer“; kurz, knapp, kompetent.

Themen

  • Wahrnehmung
  • Softwareergonomie
  • Gedächtnis und Erfahrung
  • Handlungsprozesse
  • Kommunikation
  • Normen, Gesetze und Richtlinien
  • Hardware
  • Interaktionsformen und grafische Dialogsysteme
  • Web-Usability
  • Embedded Computer
  • Usability-Engineering
  • Social Engineering

Markus Dahm: „Grundlagen der Mensch-Computer-Interaktion“. Pearson Studium 2005. 29,95 EUR. ISBN 3-8273-7175-9.

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Der Pragmatische Programmierer

CoverEs ist die Pest! Nix tut so, wie es soll – woran liegt das bloß? Vielleicht daran, dass alle Beteiligten sich auf ihre Vorgehensweise versteifen. Dagegen hilft der „Pragmatische Programmierer“. Erste Anforderung an Software ist immer noch, ein funktionierendes und wartungsfreundliches Programm zu sein. Inklusive Begeisterung der Anwender/innen! Hunt und Thomas stellen diese Ziele in den Mittelpunkt. Sie erklären, wie man die Leute begeistert, die das Produkt schließlich benutzen (müssen). Sie helfen, die echten Anforderungen zu finden. Sie zeigen, wie es geht, Softwareverfall (Softwareentropie) zu bekämpfen. Die Leserin lernt, gegen Redundanz anzutreten und effektiv zu testen. Sie lernt, dynamischen und anpassbaren Quellcode zu schreiben. Nebenbei wird auch vorgestellt, wie frau durch Automatisierung sorgfältiger entwickeln oder Teams von pragmatischen Programmiererinnen und Programmierern zusammenstellen kann.

Zahlreiche Anekdoten , Metaphern und Best-Practice-Beispiele machen das Schmökern zum Vergnügen. Bei den Analogien der Autoren dürfte es bei Allen schnell !klick! machen. Alle sind in diesem Fall Einsteigerinnen, erfahrene Programmiererinnen und Projektmanagerinnen. Versprochen ist auch, dass dadurch die Produktivität, Genauigkeit und Zufriedenheit bei der Arbeit rasch ansteigt. Nun ja, bisschen dicke aufgetragen, aber vielleicht hilft es ja doch als Basis für einen langfristigen Erfolg.

Fazit: Lust auf einen Sonntagnachmittag auf dem Sofa? Mit heißer Schokolade? Dann mit diesem Buch!

Themen

  • Pragmatische Philosophie
    • Der Hund hat meinen Quelltext gefressen
    • Softwareentropie
    • Kommuniziere!
  • Vorgehen
  • Handwerkszeug
  • Implementieren
  • Vor und im Projekt
  • (Keine) Wiederholung, Orthogonalität und Umkehrbarkeit
  • Leuchtspurmunition und (Post-it-) Prototypen
  • Klartext und Kommandospiele
  • Versionskontrolle, Fehlersuche, Editoren, Quelltextgeneratoren
  • Tote Programme lügen nicht
  • Ausnahmen und balancierte Ressourcen
  • Metaprogrammierung
  • Zeitliche Abhängigkeiten

Andrew Hunt und David Thomas: „Der Pragmatische Programmierer“. Hanser Fachbuchverlag 2003. 39,90 EUR (D) / 41,10 EUR (A). ISBN 3-446-22309-6.

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Ship it!

CoverWenn mal wieder nicht klar ist, ob dieses vermaledeite Projekt rechtzeitig (oder jemals?!?) fertig wird, ist guter Rat teuer. Naja, nicht teuer, eher moderat im Preis, würde ich sagen: „Ship it!“ liefert jede Menge Erfahrungshäppchen von langjährigen Profis. Es gibt Tipps zu Tools und Techniken. Es gibt Beispiele für funktionierende Infrastruktur und Methoden. Praxiserprobte Lösungen laden dazu ein, sie auch mal auszuprobieren. Das Buch liest sich außerdem unterhaltsam.

Die Zielgruppe des Buchs sind Leute, denen es so geht wie den Autoren:

„Sie haben die Nase voll von ins Stocken geratenen Projekten.
Sie wollen sich und Ihr Team produktiver machen.
Sie finden Extreme Programming eine Spur zu extrem.
Sie finden den Kosten- und Zeitaufwand der verbreiteten Vorgehens- und Prozessmodelle oft übertrieben.
Ihre Software muss jetzt einfach fertig werden, ohne Wenn und Aber.“

Fazit: Skaliert von Kleinfirma- bis Großunternehmen-Projekten; außerdem: sinnvolle Ergänzung zum „Pragmatischen Programmierer“

Themen

  • Ans Eingemachte: Grundlegende Herangehensweise
  • Entwicklung im Sandkasten
  • Build-Prozess
  • Verfolgen von Problemen und Featurs
  • Auswahl von Werkzeugen
  • „Die Liste“
  • Technische Projektleitung, Koordination und Kommunikation
  • Code-Review
  • Leuchtspurentwicklung
  • Häufige Probleme und pragmatische Lösungen
  • Versionsverwaltung
  • Kontinuierliche Integration
  • Vorgehensmodelle
  • Testframeworks

Jared R. Richardson und William A. Gwaltney: „Ship it! Software-Projekte erfolgreich zum Abschluss bringen“. Hanser Fachbuchverlag 2006. 19,90 EUR. ISBN 3-446-40425-2.

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Anglerlatein für das Lernen mittels Rechner?

Anglerlatein für das Lernen mittels Rechner?

Buchrezension

Angeln oder eLearning?

CoverDas Buch ist eine Anleitung, wie frau in der Praxis eLearning-Projekte angehen kann. Am Beispiel des „Intelligenten Drehbuch- und Autorensystem IDA“ erklärt Doris Birgin die Umsetzung von eLearning-Projekten. Zielgruppe sind Leute, die eLearning oder eLearningsysteme an die Frau oder den Mann bringen, sprich: im Unternehmen einsetzen wollen. Also Programmiererinnen, Unternehmerinnen, Trainerinnen, Entscheidungsträgerinnen und alle, die in dem Bereich professionell tätig sind.

Die Metapher, die auch im Titel zum Ausdruck kommt, ist simpel. Den richtigen Köder für den zu jagenden Fisch. Oder anders ausgedrückt: Die richtigen Argumente für verschiedene Verhandlungspartnerinnen. Gewöhnungsbedürftig an diesem Buch ist, dass das Glossar ganz am Anfang steht. Immerhin weiß frau dann, was mit den verwendeten Begriffen gemeint ist, wenn sie in das Buch einsteigt. Neben den handfesten Werkzeugen wie die „vier Projektphasen“ bekommt frau jede Menge Argumente und Methoden für die Arbeit mit potentiellen Kunden geliefert: Welche Vorteile hat eLearning für Lernende, welche für das Unternehmen? Wie kann frau diese Vorteile beim Projektmarketing kommunizieren?

Gut gefällt mir die Betonung, was für welche Zielgruppe im Einführungsprozess eines eLearningsystems zu beachten ist (Zitat: „Der Nutzer / Anwender des Lernprogramms ist der Wichtigste, nicht der Auftraggeber!“). Im Kapitel über die Zusatzqualifikationen von eTrainerinnen und eTrainer werden technische und didaktische Qualifikationen angesprochen. Die Betonung liegt hier darauf, dass sich die Einstellung des eTrainers bzw. der eTrainerin entscheidend ist – die didaktische Seite kam in den Anfängen des eLearning laut Doris Birgin eher zu kurz. Das Buch liefert auch eine Reihe von Checklisten, so dass frau es auch als Nachschlagewerk nutzen kann.

Fazit: Einführung in zielgruppenorientierte Vorgehensweisen

Themen

  • Kosten- und Nutzenanalyse
  • eTrainerinnen und eTrainer: Zusatzqualifikationen
  • Lernprogramm vorbereiten: Zielgruppe, Lernziele, Lerninhalte
  • Struktur des Lernprogramms
  • Didaktik
  • Unternehmensstrategie
  • Projektmarketing

Eine Leseprobe (pdf, 1MB) gibt es unter www.birgin.de.

Doris Birgin: „Angeln oder eLearning“. Eigenverlag. 27,- EUR (zzgl. Versandkosten). Email: Buchbestellung@birgin.de

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Mitschriften im Web

Buchrezension

Weblogs professionell

CoverWeblogs oder Blogs sind gerade DER Trend. Dieses Buch bietet nicht nur eine Übersicht für den Praxiseinsatz. Die Autoren erklären, was Weblogs sind, stellen ein paar vor und beantworten die Frage nach der „Gefahr“ durch Weblogs für den klassischen Journalismus. Denn das Bloggen wird im Web oft als „Graswurzeljournalismus“ bezeichnet. Das ist das Phänomen des Wildwuchses in der Blogosphäre, die derzeit in aller Munde ist. Sozusagen „Journalismus von unten“.

Für die Leserin werden verschiedene Blogsoftwaretools und Blogservices nebeneinander gestellt, ihre Unterschiede erklärt und so die Entscheidung für ein System erleichtert. [Anm. d. Red.: mehr dazu im Artikel „Womit blogg ich bloß?“] Außer der technischen Hilfe tauchen die Autoren auch in die inhaltliche Ebene ein, beschäftigen sich damit, wie jemand „Teil der Blogosphäre“ wird. Das Buch lebt von der Erfahrung von „Blog-Beratern, Unternehmenspraktikern und Wissenschaftlern“, die hier zu Wort kommen. Der Fokus liegt da ganz klar auf dem deutschen Teil der Blogwelt.

Drei Sichtweisen geben die Richtung vor: Grundlagen, Konzepte und die praktische Umsetzung von Blogs anhand von Beispielen aus Unternehmen – für Jede ist was dabei. Das Buch möchte Leute informieren, die Blogs im Unternehmen einsetzen wollen oder Blogs als journalistisches Medium nutzen möchten. Die kritische Auseinandersetzung wird dabei gleich mit thematisiert.

Themen

  • Veränderte mediale Realitäten
  • Weblogs im unternehmerischen Umfeld
  • Weblogs und Wikis
  • Weblogs für das Kommunikationsmanagement von Organisationen?
  • CEO-Blogs
  • Public Relations im vormedialen Raum; Weblogs und das Issues Management
  • Knowledge Blogs im Intranet als Werkzeuge im Wissensmanagement
  • Strukturwandel der Öffentlichkeit im Internet
  • Weblogs und Journalismus
  • Umgang mit Blogs und Bloggern
  • Mobiles Bloggen
  • Beispiele: Geschäftsblogs, Wahlkampfblogs, verdecktes Bloggen
  • Blog-Monitoring und Blogspoitation (das Auswerten von Blogkommentaren, die Themen der Unternehmung
    enthalten)
  • Aktuelle Weblog-Skripte und -Services
  • RSS, RDF
  • Tagging, Trackback, Blogroll, Permalinks

Fazit: Sehr aktuell und praktikabel, aber keine vollständige praktische Anleitung.

Anmerkung: pLog heißt seit Ende 2005 LifeType

Arnold Picot und Tim Fischer: „Weblogs professionell“. dpunkt 2005. 34,- EUR (D) / 35,- EUR (A). ISBN 3-89864-375-1.

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Kleinschnack

Buchrezension zum fortgeschrittenen Small Talk

Small Talk – Die besten Themen

CoverVorausgesetzt, Du hast schon mal ein bisschen erfolgreichen Small Talk betrieben, ist dieses Buch die logische Fortsetzung. Das unverfängliche, lockere Gespräch ist besonders im Berufsleben wichtig. Aber auch private Kontakte können mit einem Small Talk geknüpft werden. Sogar ganz für sich genommen macht Small Talk Sinn, nämlich: es bringt Spaß!

Dieses Buch will jetzt nicht nur die gängigen Techniken erklären, sondern bringt auch noch eine Fülle geeigneter Ideen mit, worüber frau plaudern kann. Und das ist nicht nur das Wetter! Mit der Bemerkung, dass Elvis blond war, dass das Wetter heute besonders kalt/warm/sonnig/schäbig ist oder wie denn die werte Anreise verlaufen ist, ist der Gesprächseinstieg schon geschafft. Unterhaltsam geschrieben, findet frau hier genug Stoff, mit verschiedenen Leuten über Gott und die Welt zu parlieren. Und unter uns: Lesen allein ist schon amüsant.

Fazit: Nette Lektüre, allerdings kein alles-erschlagendes Rundumsorglospaket

Themen

  • Geschäftliche Anlässe: Messestand, Geschäftsessen, Vorstellungsgespräch…
  • Assoziationstechniken und Themenfindung
  • Wissenswertes, Kurioses und Unterhaltsames in einem „Assoziationsnetz“

Hier gab es schon mal ein anderes Small-Talk-Buch (Zeitungsartikel 2003).

Dr. Matthias Nöllke: „Small Talk – Die besten Themen. Das Ideen-Buch für Fortgeschrittene“. Haufe 2006. 19,80 EUR. ISBN 3-448-06793-8.

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Kreativität

Kreativität

Nicht nur in Projekten

Kreativität im Projekt

Kreativität im Projekt

CoverDieser dünne Band von Hedwig Kellner beschäftigt sich mit einem Aspekt, der in der Praxis meist nebenbei vorausgesetzt wird: Kreativität. Die ist nicht nur für den Erfolg notwendig (als Qualitätsmerkmal im Wettbewerb mit der Konkurrenz), sondern motiviert auch die Teammitglieder und schafft so für alle Beteiligten mehr Spaß an der Arbeit – ein weiterer Erfolgsfaktor.

Das in der Reihe Projektmanagement erschienene Buch erklärt, wie Motivation mittels Kreativität zustande kommt, wo es hakt und wie das Team auf Ideen kommen kann. Auch wenn der Zeitplan drückt – Zeit für Kreativität zahlt sich aus. Dazu beschreibt die Autorin individuelle Kreativitätsstile und erklärt, wie frau als Projektleiterin mit den verschiedenen Typen umgehen sollte, um von Jeder und Jedem einen optimalen kreativen Beitrag zu bekommen. Auch das gemeinsame Finden von Ideen wird angesprochen.

Hedwig Kellner ist Unternehmensberaterin und Managementtrainerin, und das international und branchenübergreifend. Sie doziert über strategische Planung in Projekten und über den Umgang mit Engpässen, Widerständen und Konflikten. Diese Expertise merkt frau ihr beim Lesen an – allerdings ist auch eine gewissen Praxisferne zu spüren. Da wird vorgeschlagen, dass frau sich ihre Teammitglieder im Projekt danach auswählt, dass diese geradezu darauf brennen, mitarbeiten zu dürfen. Sowas dürfte im Alltag doch eher selten vorkommen…

Nichtsdestotrotz bietet das Buch eine Menge pragmatischer Tipps, zum Beispiel für das effektive Meeting und den Einsatz von Visualisierung im Projekt. Das Preisleistungsverhältnis stimmt also alles in allem.

Fazit: Gut zu gebrauchen, wenn frau die unrealistischen Ideen abwandelt oder ignoriert

Themen

  • Wozu Kreativität im Team?
  • Erfolgsbremsen finden und meiden
  • Kreativitäts- und Arbeitsstile von Teammitgliedern
  • „Ideenauslöser“ für Projekte
  • Ideen im Team generieren
  • Ideen kritisch analysieren
  • Kreativ zum Ziel
  • Vermarktung von Ideen und Porjekt
  • Ausblick: Zukünftige Projekte und Erfolg

Hedwig Kellner: „Kreativität im Projekt. Projektmanagement kompakt“. Hanser Fachbuch 2002. 19,90 EUR. ISBN 3-446-21910-2.

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Visual Display

Buchrezension

The Visual Display of Quantitative Information

CoverNachdem ich immer mal wieder über Verweise auf Edward R. Tufte gestolpert bin, hab ich mir neulich das einzige seiner Bücher, das ich in der Unibib finden konnte, ausgeliehen: The Visual Display of Quantitative Information. Das Buch hat knapp 200 Seiten, die sich aber dank sehr guter Gestaltung problemlos an einem Abend lesen lassen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  • Part I: Graphical Practice
    1. Graphical Excellence
    2. Graphical Integrity
    3. Sources of Graphical Integrity and Sophistication
  • Part II: Theory of Data Graphics
    1. Data-Ink and Graphical Redesign
    2. Chartjunk: Vibrations, Grids, and Ducks
    3. Data-Ink Maximization and Graphical Design
    4. Multifunctioning Graphical Elements
    5. Data Density and Small Multiples
    6. Aesthetics and Technique in Data Graphical Design
  • Epilogue: Designs for the Display of Information

Die wichtigsten Aussagen des Buches lassen sich in diesen drei Zitaten zusammenfassen:

For non-data-ink, less is more.
For data-ink, less is a bore.

Graphical elegance is often found in simplicity of design and complexity of data.

Attractive displays of statistical information

  • have a properly chosen format and design
  • use words, numbers, and drawing together
  • reflec a balance, a proportion, a sense of relevant scale
  • display an accessible complexity of detail
  • often have a narrative quality, a story to tell about the data
  • are drawn in a professional manner, with the technical details of production done with care
  • avoid content-free decoration, including chartjunk

Fazit: Dieses Buch sollte von allen gelesen werden, die professionell auch nur im Entferntesten mit Visualisierung von Daten zu tun haben. Auch wer nicht allen Aussagen uneingeschränkt zustimmt, wird beim Erstellen des nächsten Diagramms vermutlich ein paar Gedanken mehr investieren. Und damit hoffentlich dem Ziel einer jeden Infographik etwas näher kommen: Die dargestellten Daten und ihre Zusammenhänge so gut wie möglich, so schnell wie möglich auf so wenig Platz wie möglich den LeserInnen zu vermitteln.

Und zum Weiterlesen hier noch ein paar Links zum Thema Präsentation/Visualisierung:

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Diese Rezension erschien im Dez 2005 in: „Blog von Andrea“ http://an.andaka.org/blog

Andrea

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Digitale Erdrahmen

Buchrezension

California Earthframes

CoverDer zweisprachige Bildband zeigt Bilder aus Kalifornien. Alle Fotos wurden digital aufgenommen und – je nach Bedarf – nachbearbeitet, um die Eigenheiten der Landschaften und Städte zu vermitteln. Obwohl viele beeindruckende Aufnahmen enthalten sind und auch das Buch an sich einen durchaus edlen Eindruck macht, war ich nicht vollends überzeugt. Warum? Das Buch enthält ein paar Vorworte – aus der Sicht von Fotografen und Philosophen – und präsentiert dann die Fotos großformatig. Gute Idee! Kurze Beschreibungen zu den Fotos stehen dort, und am Ende gibt es seitenweise Thumbnails derselben Fotos mit noch einmal wenig Text. Wozu die Doppelung?

Das Querformat macht das Blättern zum besonderen Erlebnis, die Bündelung in verschiedene Kategorien lenkt den Blick der Betrachterin auf gemeinsame Elemente. Das Buch wird angepriesen als „weiterer Beleg dafür, welche Möglichkeiten und Qualitätspotentiale die digitale Fotografie dem künstlerisch arbeitenden Fotografen bietet“. Das erscheint mir etwas viel versprochen.

Fazit: Schöne Fotos, aber kein „Wow“-Effekt.

Bettina und Uwe Steinmüller: „California Earthframes. digitally captured / digital fotografiert von Bettina und Uwe Steinmüller“. dpunkt 2005. 24,- EUR (D) / 24,70 EUR (A). ISBN 3-89864-378-6.

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Wissensmanagement und Gemeinschaften

Buchrezension

Wissensmanagementprozesse in face-to-face und virtuellen Communities

CoverKann man den Herausforderungen im Bereich Wissensmanagement, die die Informations- und Wissensgesellschaft an den Einzelnen und die Unternehmen stellt, mit einem Jahrhunderte alten Konzept erfolgsversprechend begegnen? Diese Frage stellt Katrin Winkler in ihrer Arbeit. Ihre Idee für eine Antwort ist diese: Gemeinschaften (Communities) sind aus Sicht vieler Experten der Schlüssel zum Wissensmanagement.

Dieses Buch gibt einen Überblick aus der Perspektive des Wissensmanagements und die Umsetzung für (virtuelle) Gemeinschaften. Dabei wird insbesondere der Frage nach sinnvollen Gestaltungskriterien für Gemeinschaften nachgegangen. Darüber hinaus werden neben Merkmalen von Face-To-Face-Gemeinschaften auch die Besonderheiten virtueller Gemeinschaften vorgestellt. Um in Organisationen und Unternehmen von Wissensmanagement durch (virtuelle) Gemeinschaften zu profitieren, können die hier anhand von Fallbeispielen gezeigten Erfolgsfaktoren für virtuelle und Face-To-Face-Gemeinschaften genutzt werden. So entsteht im Laufe der Arbeit ein Orientierungsrahmen für den Aufbau von Gemeinschaften, der helfen soll, die Konzepte in die Praxis zu übertragen.

Fazit: Für Interessierte durchaus einen Blick wert – aber Achtung, gibt’s nicht mehr überall.

Themen

  • Gemeinschaften und Wissensmanagement
  • Fallstudien in der Community-Forschung
  • Praxisbeispiel einer Face-To-Face-Community
  • Besonderheiten virtueller Gemeinschaften
  • Beispiel einer virtuellen Gemeinschaft

Katrin Winkler: „Wissensmanagementprozesse in face-to-face und virtuellen Communities. Kennzeichen, Gestaltungsprinzipien und Erfolgsfaktoren“. Logos 2004. 40,50 EUR. ISBN 3-8325-0573-3.

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Maria

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Plone

Buchrezension

Cover Das Handbuch erklärt von der Installation unter Windows, Unix, Linux und MacOs X über ausführliche Beispiele (z. B. für Seitentemplates) bis hin zum reichhaltigen Anhang (fast) alles über Plone. Damit kann frau sich dann mit diesem „user-friendly and powerful open source Content Management System“ daran machen, ihre Inhalte dynamisch ins Netz zu stellen. Positiv aufgefallen ist mir als Erstes, dass auch die u. U. notwendige Aktualisierung erklärt wird. Mit CMS-Updates kann frau anderswo ja schon mal ihr blaues Wunder erleben…

Das Buch entstand aus der Online-Dokumentation mitsamt der Korrektiv-Effekte seitens der Entwickler/innengemeinde und ist demgemäß von guter inhaltlicher Qualität. Unter anderem erfährt frau hier, wie sie einen Emailserver (SMTP) einrichtet. Außerdem kommen weitere Aspekte wie das ZMI zum Zug, das Zope Management Interface (Zope ist der zugrundeliegende Application Server).
So lernt sich auch ein bisschen TAL (Template Attribute Language) und TALES (Template Attribute Language Expresseion Syntax).

Die Erlärung von Rechten ist ebenso übersichtlich wie die Tipps zur Fehlersuche. Hintergründe zur Sicherheit werden angesprochen (z. B. Schwächen und Grenzen von Plone). Im Anhang geht es darum, wie die Umgebung eingerichtet werden muss (inkl. PYTHONPATH, Unittests, Konfigurationsdatei…). Bei der Textformatierung werden hier strukturierte und restrukturierte Texte (also die verbesserte Version des strukturierten Textes) sowie die HTML-Generierung präsentiert. Neben Code-Listings und Werkzeugen gibt es das obligatorische Glossar.

Fazit: Praxisnah, für Einsteigerinnen mit grundlegendem Verständnis, aber auch für fortgeschrittene Anwenderinnen geeignet.

Themen

  • Installation
  • Inhalte und Anpassungen
  • Plone-Templates und -Scripte
  • Look-and-Feel
  • Workflow-Verwaltung
  • Sicherheit und Benutzer
  • Zusammenspiel mit anderen Systeme
  • Produkt in Python
  • Archetypes
  • Administration und Skalierung
  • Konfigurationen und APIs
  • Listings und Glossar

Links
http://plone.org/
http://www.zope.org/

Andy McKay: „Plone. Das definitive Handbuch für Administratoren und Entwickler“. Addison-Wesley 2005. 49,95 EUR (D) / 51,40 EUR (A). ISBN 3-8273-2206-5.

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Schreiben als Spiel mit den Karten

Kartenrezension

Gutes Schreiben

CoverDiese „Tipps zum Schreiben von wissenschaftlichen Texten“ sind erst einmal – Tipps zum Schreiben. Es geht hier nicht darum, Wissenschaftler/innen zu trimmen, Publikationsmaschinen zu werden. Es geht um die wichtigsten Regeln für eine verständliche Ausdrucksweise. Und das als handliche Karteikarten-Edition. Der Exotikfaktor ist jedenfalls schon mal positiv zu vermerken. Außerdem kann frau diese Karten leicht mit sich rumschleppen, wenn sie denn mal wieder im Zug oder an der Bushaltestelle, auf dem Parkplatz oder beim Warten vor der Tür von Profs nachsehen will, wie das eigentlich geht mit dem Schreiben.

Früher waren sie Gang und Gäbe – aber auch heute noch sind Karteikarten ein gutes Lernmedium. Herr Däflers Kenntnisse und Erfahrungen als Wirtschaftsredakteur und Buchautor sowie umfassende Literaturrecherchen bildeten die Grundlage für die 44 wichtigsten Regeln guten Schreibens. Damit sich Interessierte schnell und einfach die Grundsätze (s)eines guten Stils aneignen können, hat Däfler ein Lernmedium gewählt, das manche Studenten vielleicht immer noch benutzen: Karteikarten.

Diese hier sind etwas kleiner als Postkarten und zeigen auf der Vorderseite Illustrationen und ein Stichwort. Auf der Rückseite wird erklärt, warum es zum Beispiel wichtig ist, auf zu lange Einschübe zu verzichten oder konkrete Hauptwörter zu verwenden, lebendingen „Sprach-„stil zu benutzen oder Nullwörter wegzulassen.

Vier Fragen beantwortet der Redakteur mit seinen Karteikarten:

  • Wie gehe ich beim Verfassen von Texten am besten vor?
  • Wie formuliere ich verständliche Texte?
  • Wie schreibe ich stilsicher?
  • Wie gestalte ich meine Texte übersichtlich und leserfreundlich

Fazit: Mal was anderes; zu allgemein, um wissenschaftliches Texten zu lernen oder verbessern

Cover
Cover

Martin-Niels Däfler: „Gutes Schreiben. Die 44 wichtigsten Regeln“. PX-C Verlag 2004. 14,80 EUR. ISBN 3-937888-01-2.

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Maria

von Maria

Tiefen der Wissenschaft

Buchrezensionen für Wissenschaftlerinnen

Lernen mit Computern
CSCL-Kompendium
Inhaltsanalyse

Lernen mit Computern

CoverPsychologische Arbeiten zu Themen des computergestützten Lernens untersuchten schwerpunktmäßig die für die Interaktion mit Computern relevanten Personenmerkmale oder die Optimierungsmöglichkeiten in der adaptiven Gestaltung von Programmen. Eine Verbindung beider Forschungsansätze bietet dieses Buch. Es werden die auftretenden Interaktionen und adaptiv gestaltete Lernprogramme untersucht. Drei quasi-experimentelle Studien verdeutlichen die Potenziale und Grenzen der adaptiven Gestaltung von Programmen.

In Praxisstudien hat Horz hier untersucht, wie Lernende mit Hilfe eines Programms ihr Computerwissen erweitern können. Dabei untersuchte er insbesondere auch die Unterschiede zwischen Männern und Frauen (bzw. Mädchen und Jungs).
Den Ergebnissen möchte ich an dieser Stelle nicht vorweg greifen. Soviel sei aber verraten: Es gibt nicht nur Vorhersehbares, sondern auch Überraschungen.

Der Autor ist Psychologe. Er arbeitete in der AG Didaktik und Evaluation virtueller Lehre (DEviL) am Lehrstuhl Erziehungswissenschaft in Mannheim und forscht am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Universität Greifswald. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Computergestütztes Lehren und Lernen, Computersozialisation und – wie ich finde – sehr spannend. Und sein Buch ist für das, was frau lernen kann, seinen Preis wert.

Fazit: Für Computer-und-Lernen-Interessierte lesenswert. Oder solche, die die Ergebnisse der Studie jetzt selbst nachlesen wollen.

Themen

  • Personale Merkmale computergestützten Lernens
  • Lernumgebungsfaktoren
  • Entwicklung eines geschlechtsspezifisch lernwirksamen Programms zum Computerwissen
  • Interaktion zwischen Geschlecht und Computerexpertise vor Lernbeginn
  • Interaktion von Personen- und Programmmerkmalen
  • Interaktionen von Personenmerkmalen mit der Navigationsstruktur

Holger Horz: „Lernen mit Computern. Interaktionen von Personen- und Programmmerkmalen in computergestützten Lernumgebungen“. Waxmann 2004. 29,90 EUR. ISBN 3-8309-1418-0.

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CSCL-Kompendium

CoverDas CSCL-Kompendium enthält Artikel aus dem Bereich „Computer Supported Collaborative Learning“ – CSCL. Neben den Grundlagen des CSCL werden zwei weitere Aspekte behandelt: CSCL-Umgebungen und die Didaktik des CSCL. Dabei geht es um die praktische Umsetzung von CSCL, aber auch um die Wirkungen und Potentiale von CSCL in den Bereichen Schule, Präsenzhochschule, Fernstudium, Ausbildung, betriebliche Weiterbildung und Förderung von Lernbehinderten und Hochbegabten.

Beispielsweise geht es hier darum, den Einsatz von Web-Community-Werkzeugen zu untersuchen. Wobei interessant ist zu sehen, was frau als Forscherin so nicht geplant hat. Denn was Endnutzer/innen mit Technologien anstellen, ist oft genug überraschend – und manchmal aufregend. Aber lest doch selbst….

Fazit: Für alle, die im großen Bereich „E-Learning“ forschen (und nicht auf die reinen Inhaltszusammenstellung fokussiert sind), ist dieses Buch für das Bücherregal eine Anschaffung wert.

Jörg Haake, Gerhard Schwabe und Martin Wessner (Hrsg.): „CSCL-Kompendium. Lehr- und Handbuch zum computerunterstützten kooperativen Lernen“. Oldenbourg 2004. 54,80 EUR. ISBN 3-486-27436-8.

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Qualitative Inhaltsanalyse

Cover Wer sich mit Software beschäftigt, die mit „Inhalten“ zu tun hat, kommt in der Forschung um die Analyse dieser Inhalte nicht herum. Das vorgestellte Buch ist aus dem Bereich der Pädagogik und ist demgemäß für Fallstudien aus dem Lehr-Lern-Bereich prädestiniert. Dazu kommen sozialwissenschaftliche Methoden, die Studien in Psychologie und Pädagogik unterstützen. Nach der Definition des Begriffs „qualitative Analyse“ stellt Mayring Material und Technik für eine solche Analyse vor. Faszinierend ist das breite Themenspektrum, das in diese Art der wissenschaftlichen Arbeit hineinspielt: Kommunikationswissenschaften, Hermeneutik (zur Interpretation), Sozialforschung, Literaturwissenschaft (Auswertung von Texten), Psychologie. Die Techniken lassen die Informatikerin dann wieder vertrauteren Boden betreten: Es wird gesichtet, eine Fragestellung formuliert, der Ablauf modelliert und strukturiert. Die Interpretation der Analyseergebnisse ist dann wieder eine Dimension, die in der Informatik eher selten ist.

Besonders gefallen hat mir, dass auch Grenzen der qualitativen Inhaltsanalyse genannt werden. Ausführliche Fallbeispiele machen die Methode anschaulich. Die Bedeutung dieser Forschungsmethode erklärt sich schon aus dem Klappentext: „Der Trend zur qualitativen Forschung als Ergänzung und Alternative zu einem einseitigen quantitativ-naturwissenschaftlich orientierten Vorgehen verstärkt sich in den letzten Jahren in fast allen Humanwissenschaften. Viele der neuen qualitativen Ansätze bleiben jedoch vage und unsystematisch. Die Qualitative Inhaltsanalyse ermöglicht eine streng systematische, das heißt theorie- und regelgeleitete Analyse sprachlichen Materials.“

Fazit: Leitfaden für alle, die digitalen Dokumenten auch mal „ins Herz“ schauen wollen.

Philipp Mayring: „Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken“. Beltz UTB 2003. 13,90 EUR. ISBN 3-8252-8229-5.

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Maria

von Maria

Business-Rezension

„Kommen Sie doch rein!“

Buchrezensionen für Frauen und Projektleitung

Bewerbungsmuster für Frauen
Business-Knigge für Frauen
Projektberichte

Bewerbungsmuster für Frauen

CoverHelga Krausser-Raether liefert hier Beispiele für Bewerbungen, abgestimmt auf die Bedürfnisse von Frauen. Die speziellen Eigenheiten bei Bewerbungen im gebärfähigen Alter bzw. beim Wiedereinstieg in den Beruf kommen dabei genau so zur Sprache wie Anregungen für Akademikerinnen. Besonders die verschiedenen Stile der Bewerbungen (insbesondere Anschreiben und optische Gestaltung wie Layout etc.) haben mir gefallen.
Die kommentierten Muster für Lebensläufe und Anschreiben, die auch Fragen wie z.B. die Familienplanung berücksichtigen, machen Lust darauf, die eigene Persönlichkeit geeigneten (potentiellen) Arbeitgeber/innen vorzustellen. Personalprofis geben spezielle Tipps für Bewerberinnen und zeigen, auf welche Aspekte Frauen bei ihrer Bewerbung achten sollten. Und das machen sie ganz gut.

Natürlich müssen die allgemeinen Tipps am konkreten Beispiel für die eigene Situation noch gewertet und in entsprechender Anpassung umgesetzt werden. Trotzdem bietet das Buch einen guten Einstieg für den nächsten Bewerbungsmarathon. Experten-Interviews mit Personalprofis verraten, auf welche Soft-Skills diese besonders achten, und was Frauen bei ihrer Selbstdarstellung häufig falsch machen. Weiter geht es darum, wie frau im Vorstellungsgespräch und bei Gehaltsverhandlungen souverän und authentisch auftritt. Die CD-ROM bietet Formatvorlagen und Muster von Lebensläufen und Anschreiben sowie Gehaltsrechner.

Fazit: Praktisch.

Helga Krausser-Raether: „Die besten Bewerbungsmuster für Frauen“. Haufe 2005. 19,80 EUR. ISBN 3-448-06882-9. CD-ROM.

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Business-Knigge für Frauen

CoverEin Trainingsbuch zum Thema Knigge im Beruf – nur für Frauen.
Von Frauen erwartet man im beruflichen Umfeld häufig ein anderes Verhalten und andere Umgangsformen als von Männern.
Dass die Gastgeberin im Restaurant bezahlt, wissen wir mittlerweile; dass die Chefin dem schwer mit Akten bepackten Azubi die Tür aufhält auch. Aber es gibt noch mehr Fettnäpfchen zu umschiffen. Fehltritte und Unsicherheiten werden Frauen oft schneller und stärker angerechnet als Männern.

Hier kann frau sich zuverlässig informieren, wie sie sich in kniffligen Situationen korrekt verhält. Jedes Kapitel wird mit zahlreichen Übungen, Trainings und Dos- und Don’t-Listen abgerundet. Okay, da sind ein paar alberne dabei, aber die Idee ist schon mal gut. Tabernig und Quittschau versprechen, dass frau mit dem Business-Knigge auch die schwierigsten Situationen des Alltags souverän und sicher meistert. Bisschen hoch gegriffen, aber schaden kann die Lektüre auf keinen Fall. Hoffen wir nur, dass die andern sich auch mal mit dem guten Ton beschäftigen. Weil es das Arbeiten ja doch viel angenehmer macht. In diesem Sinne wünsche ich unsern Leser/innen weiterhin viel Spaß mit dem Lesen (nicht nur von Büchern, auch von Zeitungen wie dieser, versteht sich) und einen schönen Tag. [Anm. das sollte jetzt die nötige Portion Höflichkeit sein]

Fazit: Gibt es auch als „Business-Knigge für Männer“. Besser is‘.

Themen

  • Begrüßung und Anrede
  • Umgangsformen im Büroalltag
  • Kommunikation
  • Dress Code
  • Geschäftsessen

Christina Tabernig und Anke Quittschau: „Business-Knigge für Frauen: Sicher auftreten im Beruf. Das Trainingshandbuch“. Haufe 2005. 19,80 EUR. ISBN 3-448-06558-7.

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Projektberichte – Statusreports – Präsentationen

Cover „So gelangen Sie schnell zur überzeugenden Darstellung Ihres Projekts“ – verspricht der Text zum Buch. Und weiter: „Erstes Buch mit CD-ROM, das Projektmanager dabei unterstützt, Berichte über den aktuellen Stand und den Erfolg eines Projekts anhand von Mustern und Textbausteinen zu erstellen“.

Nee. Weit gefehlt. Da sind keine „Projektmanager“ angesprochen, sondern eher Handwerker, die mal in ein bisschen größerer Runde ein paar Zahlen auf eine Folie bringen wollen. Die Textbausteine, Mustervorlagen, Formulierungs- und Präsentationshilfen für das Berichtswesen „im Rahmen des Projektmanagements“ haben mich nicht überzeugt. Eher im Gegenteil; anderswo lassen sich spielend leicht bessere Vorlagen finden. Oder frau macht sie gleich selbst.

Ob sich mit Hilfe der angebotenen Muster Erfolge überzeugend für Auftraggeber, Team-Mitglieder, Vorgesetzte und Geschäftspartner vermitteln lassen, wage ich zu bezweifeln. Dabei klang der Titel so vielversprechend: Ein paar kreative Ideen für trockene Materie. Und das verspricht auch das Vorwort. Leider wird das Buch seinem eigenen Anspruch nicht gerecht. Jammerschade.

Fazit: Finger weg.

Sabine Peipe und Martin Kärner: „Projektberichte – Statusreports – Präsentationen“. Haufe 2005. 29,80 EUR. ISBN 3-448-06211-1.

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Maria

von Maria

LaTeX – kurz und gut

Der Rat

CoverDer Titel charakterisiert das Buch recht treffend. Wie es die Leserin von anderen Bänden aus O’Reillys Taschenbibliothek kennt,
ist auch dieser Band preiswert, klein und handlich. Zu den am häufigsten
benötigten Grundlagen von
href=“http://de.wikipedia.org/wiki/LaTeX“ style=“text-decoration: underline“>LaTeX
finden sich neben der Syntax einige kurze Erläuterungen zur Verwendung
der Befehle, die teilweise ausführlicher oder – insbesondere für
unerfahrene Anwenderinnen – verständlicher sind als die LaTeX-Hilfe.
Abgedeckt werden die wichtigsten zur Erstellung
(natur)wissenschaftlicher Arbeiten relevanten Themen wie Seiten- und
Absatzformat, Zeichensatz, mathematische Formeln, Tabellen und Grafiken,
Titelseite und Anhang, Tabellen- und Inhaltsverzeichnis. Sonderzeichen
und mathematische Symbole werden in Tabellenform dargestellt.

Als Lehrbuch für die komplette Anfängerin ist das Buch wegen der hohen
Informationsdichte und kompakten Darstellung weniger geeignet. Die
Zusammenstellung und Aufbereitung der Inhalte folgt offensichtlich nicht
didaktischen Gesichtspunkten, sondern ist an den Anforderungen für ein
Nachschlagewerk orientiert. Als solches ist das Buch gut strukturiert
und ein ausführlicher Index erleichtert die Orientierung.
Auch wenn die präsentierten Informationen allesamt online verfügbar sein
dürften, ist diese übersichtliche Zusammenstellung sowohl für Neulinge
als auch für erfahrene Anwenderinnen eine echte Arbeitserleichterung.

Matthias Kalle Dalheimer: „LaTeX – kurz und gut“. O’Reilly 2005 (zweite Auflage, 78 Seiten). 8,- EUR. ISBN 3-89721-500-4.

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Kerstin

von Kerstin

Usability Engineering

Buchrezension

Usability Engineering

Cover Die Autorin und der Autor haben mit dem Buch übersichtlich, kurz und anschaulich ein Buch vorgelegt, das sowohl Forscherinnen als auch Entwicklerinnen und Studentinnen gewidmet ist. Der Untertitel verrät es schon, es geht zentral um das „scenario-based design“. Das bedeutet, dass die Anforderungen eines Systems anhand von konkreten Beschreibungen auf Tauglichkeit geprüft wird. Von Anfang an werden typische, hypothetische Benutzerinnen, Benutzer und Benutzungssituationen festgeschrieben. Dann folgt ein Entwicklungsschritt (bzw. die Diskussion darüber). Usability-Fachleute fragen dann, wie die hypothetische Benutzerin dieses oder jenes Feature nutzen würde – oder ob überhaupt. Oder ob sie einen Dialog verstehen würde. Das hört sich trivial an, hat aber Hand und Fuß und außerdem einige Vorteile. Die werden natürlich im Buch ausführlich beschrieben.

Fazit: Ein guter Einstieg in die Thematik

Themen

  • Szenario-Design
  • Software Development: Management und Usability
  • Anforderungsanalyse
  • Arbeitsprozesse analysieren und Benutzer/innen einbeziehen
  • Informationsdesign: Wahrnehmung, Anordnung, Interpretation
  • Konsistenz, Metaphern, Modelle und dynamische Displays
  • Systemziel und Arbeitsschritte definieren
  • Prototypen: Benutzungskontext, Alternativen, Usability-Test, evolutionäres Entwickeln
  • Usability-Evaluation: Spezifikation, Analysemethoden, empirische Methoden
  • Benutzungsdokumentation: Manuals, Tutorials, Demonstrationen; Information im Interface, Kontext und Intelligenz
  • Kollaborative Systeme, Ubiquitous Computing, intelligente Benutzungsschnittstellen, Simulation und virtuelle Welt
  • Usability-Ingenieurwesen in der Praxis

Mary Beth Rosson und John M. Carroll: „Usability Engineering. Scenario-Based Development of Human-Computer Interaction“. Morgan Kaufmann Publishers 2002. 51,90 EUR. ISBN 1-55860-712-9.

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Maria

von Maria

Fütterungszeit

Fütterungszeit

Buchrezension

Newsfeeds

CoverEin seltenes Exemplar ist dieses Buch, denn über RSS findet sich sonst kaum etwas. Schon beim Blick ins Inhaltsverzeichnis wird klar, dass der Autor sich vorgenommen hat, das Thema Newsfeeds in der Breite abzudecken.

Warum ein Buch über RSS? Warum nicht einfach im Web nachschlagen? Ganz einfach – hier ist alles Wissenswerte konzentriert in einem Band. Mit weiterführenden Links, so dass es sich lohnt, das Werk im Regal zu haben und jederzeit zugreifen zu können. Kompakt und übersichtlich werden historische Zusammenhänge und aktuelle Bezüge mit verständlichen Beispielen dargestellt.

Fazit: Netter Band über ein aktuelles Thema.

Themen

  • Was sind Newsfeeds?
  • Semantik und Syntax von RSS
  • Feed-Formate und andere XML-Formate
  • Versionen von RSS und Atom
  • RSS 2.0 und die Vorgängerversionen
  • RSS für das Semantic Web
  • Atom-Feeds und Publizieren mit dem Atom Publishing Protocol
  • XML-Namensraum-Referenz
  • RSS-Elemente und -Module
  • Atom-Elemente
  • Outline Processor Markup Language

Heinz Wittenbrink: „Newsfeeds mit RSS und Atom. Einführung und Referenz. Newsfeeds erzeugen und verarbeiten. Enclosures und Podcasting“. Galileo 2005. 24,90 EUR. ISBN 3-89842-562-2.

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Maria

von Maria

Das Leben – menschlich

Buchrezensionen

Manipulationen
101 Dinge

Manipulationen…

CoverInteressanter Überblick über die menschlichen Abgründe der Manipulation. Immer wieder gibt es auch handfeste oder praktische Tipps. Was nicht heißt, dass der Umgang mit Manipulationen auch mit geballtem Hintergrundwissen nicht immer noch schwierig ist. Die Autoren verstehen es aber, die Facetten dieser uralten Technik so darzustellen, dass frau ihre Manipulator/innen schnell entlarven kann. Die ein oder andere Methode kann frau ja auch mal selbst ausprobieren – zum Beispiel bei Gehaltsverhandlungen…? Im Ernst, nur wer Bescheid weiß, kann sich gegen Manipulationen wehren. Ob und wann Gegenwehr angesagt ist, lässt sich mit dem Trainingsbuch auf jeden Fall besser einschätzen. Der Rest kommt dann mit Übung und Erfahrung.

Fazit: Empfehlenswert, für Manipulierte wie Manipulierende…

Themen

  • Schutz vor Manipulation
  • Psychologie der Manipulation
  • Logik von Manipulationen
  • „Der große Manipulationstaktiktest“

Thomas Wilhelm und Andreas Edmüller: „Manipulationen erkennen und abwehren. Das Trainingsbuch“. Haufe 2005. 19,80 EUR. ISBN 3-448-06192-1.

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101 Dinge, die man getan haben sollte, …

CoverDas Buch enthält 101 Vorschläge für mehr oder weniger Verrücktes, mit Platz für die eigenen Einträge. Weil die Idee für das Buch doch sehr witzig und bedeutend klingt, war ich sehr gespannt darauf. Leider sind viele Vorschläge nicht neu. Schlimmer ist aber, dass Manches sogar verboten oder zumindest gar nicht nett ist, was dort vorgeschlagen wird.

Fazit: Nicht mein Fall, nicht umzusetzen, verboten.

Richard Horne: „101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist“. Eichborn 2005. 12,95 EUR. ISBN 3-8218-4917-7.

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Maria

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Die entschärfte Schnittstelle

Die entschärfte Schnittstelle

Buchrezensionen

Gegen Reizhusten…
Designing the user interface

Gegen Reizhusten…

Cover Für alle, die mehr oder weniger blutigen Anfängerinnen und Anfängern als „IT-Trainerinnen“ irgendetwas aus der wunderbaren Welt der IT beibringen wollen, ist ein ungewöhnliches Buch auf dem Markt. Die Beispiele sind aus den Bereichen „Word“ und „Excel“, was aber nicht weiter stört. So weit, so gut. Trotzdem: Das Buch ruft Ambivalenz in mir hervor. Es ist an manchen Stellen hochgradig arrogant, vor allem gegenüber den Schulungsteilnehmer/innen.

Für alle, die oft vor Gruppen stehen und unterrichten, die wenig Zeit dafür zur Verfügung haben und viel Fachwissen vermitteln wollen, sind hier Tipps en masse versammelt. Das Buch ist dabei recht übersichtlich (ca 200 Seiten). Die Aufteilung in kleine Informationshäppchen ist praktisch und einladend. Die Disziplinierung der Teilnehmer auf subtile Art und Weise halte ich nicht für nachahmenswert, die Methoden sind es allemal. Auch die Beispiele sind gut gewählt und lassen sich leicht auf andere Schulungssituationen übertragen.

Fazit: Lesen, Auswählen, Ausprobieren. Auch wenn’s manchmal hanebüchen daherkommt…

Themen

  • Das wichtigste am Training ist der Trainer
  • Die Beziehungskiste
  • Handwerk
  • Den Inhalt in den Griff bekommen
  • Behalten fördern
  • Spiele
  • „Lieben Sie Ihre Teilnehmer!quot;
  • Online-Training
  • Praxisbeispiele
  • Vorbereitung auf die CTT-Prüfung („Certified Technical Trainer“ der Computing Technoligy Industry Assiociation)
  • Kulturunterschiede (de-us) und Burnout-Vermeidung

Übrigens: Eine weitere Rezension zum Buch gibt es in der c’t 8/05, Seite 200.

Lutz Weigelt: „Gegen Reizhusten… Überlebensrezepte für Trainer“. mitp 2005. 24,95 EUR (D) / 25,70 EUR (A). ISBN 3-8266-1398-8.

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Designing the user interface

Cover Wie bereits angekündigt, gibt es diesen englischsprachigen Klassiker jetzt in der 2005er-Ausgabe. Das Schöne an dem Buch ist, dass es für verschiedene Zielgruppen geeignet ist. Da sind zum Einen die Praktikerinnen, die das Werk zum Nachschlagen bei bestimmten Fragen zur Hand nehmen können. Die wichtigsten Punkte gibt es dann kapitelschließend als Zusammenfassung. Zum Anderen enthält das Buch auch für Forscherinnen Abschnitte, in denen – jeweils am Ende eines Kapitels – die wissenschaftliche Relevanz und offene Forschungsfragen kurz erläutert werden. Sehr gut!

Neben den Faktenwissen wie etwa die Zeiten für Systemreaktion, geplante Aktionen seitens der Nutzerinnen und die Bedenkzeit der Nutzerin gibt es auch Beispiele, anschaulich und aus dem Leben gegriffen. Besonders gut haben mir die Praxistipps gefallen: Im Abschnitt „Nonanthropomorphic Design“ geben Shneiderman und Plaisant ein Beispiel für anthropomorphic, fluent and telegraphic style (nach Brennan und Ohaeri 1994):

Poor: I will begin the lesson when you press RETURN.
Better: You can begin the lesson by pressing RETURN.
Better: To begin the lesson, press RETURN.

Die Autor/innen bleiben aber nicht bei den Standardeingabe-Standardausgabe-Geräten stehen. Sie gehen auch auf exotischere User Interfaces ein; z.B. einen berührungssensitives Brett, das eine Landkarte als Relief für blinde und sehbehinderte Nutzerinnen. Viele Neuerungen nicht nur der jüngeren Zeit werden angesprochen: e-Ink-Displays, Großbildschirme, eine aneinandergepuzzelte Darstellung auf vielen kleinen Monitoren, Mehrbildschirm-Plätze, Handy-Display, digitale Stifte, Datenhandschuh etc.

Gerade für Leute, die für Kinder als Zielgruppe entwickeln, sind Erkenntnisse wertvoll, wie sich deren Verhalten und Können von dem Erwachsener unterscheidet. Dazu gehört etwa unterschiedliche Geschicklichkeit und Treffsicherheit beim Gebrauch der Maus.

Fazit: Wen das Thema User Interface interessiert ist mit diesem Buch gut bedient. Aber Achtung, viel Stoff.

Themen

  • Development: Design Prozesse, Evaluation von Interface-Designs, SW-Tools
  • Interaction Styles: Direkt und virtuell, Handling, Sprachen, Eingabegeräte, Kollaboration
  • Design: Qualität, Funktion vs. Fashion, Schreiben für den User, Informationen suchen und visualisieren
  • Einfluss von User-Interfaces auf Gemeinschaft und Individuum

Ben Shneiderman und Catherine Plaisant: „Designing the user interface. Strategies for effective human-computer interaction“. Addison Wesley 2005. 62,95 $ / 68,50 EUR. ISBN 0-321-26978-0.

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Maria

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