Neue HTML-Referenz für Webmistresses

Neue HTML-Referenz für Webmistresses

Gut, Stefan Münz ist keine Frau, aber was soll’s.
Immerhin hat er zusammen mit Astrid Keller ein Buch über CSS geschrieben
und Anne Heck betreibt die Original-Homepage von SelfHTML.
(Das CSS-Buch ist zwar ganz nett; allerdings verraten die zwei nicht,
welcher Style besondere Probleme mit unterschiedlichen Browsern hat.
Es gibt nur URLs, die entsprechende Listen enthalten.)
Münz‘ HTML-Referenz ist das Beste,
was mir in dem Bereich bis jetzt begegnet ist.

Seit Ende Oktober gibt es SelfHTML 8.0.
Das ist so neu, dass die Links in die Zukunft zeigen:
Sie werden erst mit Online-Schaltung des neuen Servers funktionieren.
Appetithäppchen gefällig? Bitteschön:

  • Web-Technologien: (Dynamisches) (X)HTML, CSS, XML, JavaScript, CGI, PHP, Perl (s. auch http://perlwelt.horus.at)
  • Ergänzendes: Internationalisierung (Zeichensätze, Unicode etc.), Grafik, Web-Projektverwaltung,
    Technik (HTTP-Statuscodes, Mime-Typen, Sprachenkürzel, Client-Identifikationen,
    Robots, Server-Reaktionen, Farbpaletten)
  • Extras: Layoutvorlagen und kleine Helfer (Farbwähler Hexadezimal,
    Hexadezimal-Umrechner, Punkt/Inch/Millimeter-Umrechner, Unix-Dateirechte-Setzer)

Download unter http://www.teamone.de/selfaktuell/
Online unter http://www.netzwelt.com/selfhtml/

 Maria

von Maria

Stürmische Zeiten

Stürmische Zeiten

Zum Rechner – dem Wetter zum Trotz!

Hallo, hast Du im Oktober mal aus dem Fenster geguckt?
Warst Du vielleicht sogar draußen?
Und? Ist Dir was aufgefallen?
Genau! Es war Sommer. SOMMER!

Und in Bremen? Sehen wir mal nach:

Regen
So, 09. September: Wetter

Das wirkt schon irgendwie abschreckend, oder?
Jeder halbwegs normale Mensch würde bei so einem Unwetter
nicht mal einen Hund vor die Tür jagen.
Geschweige denn am Wochenende freiwillig das warme Bettchen verlassen.
So sollten alle an diesem Tag brav zuhause bleiben und
mal wieder richtig andächtig den Sonntag feiern…
Tja. Da hat der Herr Petrus die Rechnung ohne uns gemacht.
Denn siehe da, es geschah etwas. Und das war an der Uni in Bremen:

Unerschrockene
Ein Haufen unerschrockener Informatikerinnen.

Informatikerinnen sitzen die meiste Zeit drin.
Im Pool, im Netz, in der Uni, in der Firma…
Ob in der Woche oder am Wochenende.
Aber um zum Rechner zu kommen, schwimmen sie sogar zum Pool,
wenn’s sein muss!

 Maria

von Maria

Umfrage: Eure Maskottchen

Aufruf, Leserinnenbriefe zu schicken

Eines unserer Redaktionsmaskottchen ist der KDE-Drache.

Drache

Er ist mutig, ausdauernd und – grün.

Wie sieht es mit Euren Maskottchen aus?
Tux, das Perl-Kamel, der Dämon, die Python-Schlange…
Oder einfach grüne Katzen, Reise-Ente, Teddybär, Plüsch-Schlüsselanhänger?
Welchen Namen hast Du für Dein Maskottchen?

Schreibt mir, ich sammle Eure Einsendungen
und stelle die Ergebnisse vor!
Wer mag, schickt mir ein jpg oder gif von ihrem Maskottchen.

 Maria

von Maria

Software-Award für Abschlussarbeiten

Software-Award für Abschlussarbeiten

Teilnahme ausschließlich für Frauen

Unter der Schirmherrschaft der österreichischen Bundesministerin für Bildung,
Wissenschaft und Kultur, Elisabeth Gehrer,
schreibt die KTW GmbH einen Software-Award für Frauen aus.
KTW Software & Consulting ist ein Softwarehaus, Unternehmensberatung und
Service-Company für ERP, Enterprise Applications.
Es gibt die Geschäftsbereiche ERP Solutions, Enterprise Services, Management Consulting,
Complementary Software Solutions und eine Academy.

Erfahren habe ich von dem Award in der Zeitung. Das Unternehmen kannte ich vorher nicht.
Angenommen werden Diplom- und Doktorarbeiten, die in diesem Jahr an der Hochschule eingereicht werden
(bzw. worden sind).

Teilnahmeberechtigt:
Studentinnen / Absolventinnen mit Abschlussarbeiten an Hochschulen aus Österreich, Deutschland,
der Schweiz, Südtirol oder Liechtenstein.

Thema:

"Die Arbeit soll die Softwareentwicklung entscheidend voranbringen,
neue Softwarelösungen für alte und neue Aufgabenstellungen liefern oder
Möglichkeiten für eine entschiedene Verbesserung der Mensch-Maschine-Schnittstelle,
der Benutzeroberfläche und des -dialogs, kurz der Softwareergonomie, aufzeigen."

Die Arbeit muss in Deutsch oder Englisch verfasst sein.
Die Siegerin erhält ein Preisgeld in Höhe von EUR 10.000,-
und stellt ihre Arbeit in Kirchbichl / Tirol bei der Preisverleihung vor.
Alles Wissenswerte sowie ein Anmeldeformular findet Ihr unter
http://www.ktw.com/.
Viel Erfolg!

 Maria

von Maria

Verkehrszeichen – der sinnvolle Einsatz von animierten GIFs

Verkehrszeichen: Achtung, Steinschlag

Dass mit animierten GIFs äußerst behutsam umzugehen ist,
hat sich bei Usability-Anhängern mittlerweile herumgesprochen.
Wer noch nicht davon überzeugt ist, besuche die Seite der Friemersheimer Dorfschenke:
http://www.dorfschenke.de/fotos/fotoauf.htm

Achtung: Nicht einfach auf www.dorfschenke.de gehen, sonst startet ein perfides Fenster des Browsers,
das sich bei mir nur über den Task-Manager schließen ließ!!!

Um die wahre Schönheit und den eigentlichen Nutzen von animierten GIFs zu erkennen,
besucht Ihr am besten die Seiten der
Bürgerinitiative für animierte Verkehrszeichen.
Dort kann frau sich inspirieren lassen.

Da die Seite wirklich sehr sehenswert ist, möchte ich hier nicht zuviel verraten. Nur eins:
Bitte schaut Euch auch die Technik-Ecke an! Es lohnt sich!

Merke: Wer in seinen Webseiten Bewegung haben möchte,
sollte auch wirklich etwas haben, das Bewegung braucht!
Also etwa einen technischen Vorgang erläutern o.ä.
Außerdem würde ich dringend empfehlen, Animation nur "on demand“,
d.h. hinter einem Link anzubieten. Denn dann kann die Besucherin der Seite
in Ruhe den Text lesen, bevor sie entscheidet,
ob sie die bewegten Bilder überhaupt interessieren.

Link: http://home.t-online.de/home/Lienke/bifaz.htm

 Maria

von Maria

Gelobte Veranstaltungen

Gelobte Veranstaltungen – Umfrage-Ergebnisse

Lehrveranstaltungen
  • „Usability von Websites – was macht eine gute Website aus?“ von Valentina-Johanna Baumgartner (IF NET 08)
  • „WWW-Seiten erstellen mit HTML“ von Inke Kolb und Irene Langner (IF NET 10)
  • „Einführung in DELPHI“ von Prof. Dr. Margit Steyer (IF MYT 10)
  • „Software-Test“ von Dr.-Ing. Klaudia Dussa-Zieger (IF SOF 14)
  • „Admin@ in Bremen: Modellierung mit UML“ von Stud.-Inform. Irina L. Marinescu, Stud.-Inform. Beate Orlowski und Stud.-Inform. Heike Wagner (IF SOF 03)
  • „Was Java für’s Web zu bieten hat“ von Dipl.-Inform. Susanne Boll (IF NET 05)
  • „Buchpräsentation Perl“ von Dipl.-Inf. Brigitte Jellinek (ohne Nummer)
Ringvorlesungen
  • „Gender and Technological Desire“ von Dr. Cornelia Brunner (3.9.)
  • „Karriereplanung – Uni, selbständig oder große Firma? Wo soll mein Job sein?“ – Die Podiumsdiskussion (6.9.)
  • „Science Fiction für Informatikerinnen“ von und mit Dipl.-Inf. Brigitte Jellinek (9.9.)
  • „Rund um Knoten“ von Dr.-Ing. Renate Klempien-Hinrichs

Maria

von Maria

Admin@ – ein Projekt in Hamburg

Nachdem mir der Admin@-Kurs in Bremen so gut gefallen hat, habe ich Beate interviewt,
eine der erfahrenen Admin@-Frauen.

Admina-Logo

Was ist Admin@ überhaupt?
Beate: Admin@ ist ein von Studentinnen selbstorganisiertes Frauentutorium, in dem
Studentinnen mal nach Herzenslust interessanten Themen nachgehen können.
Veranstaltet wird das Admin@-Tutorium in der Uni Hamburg, Fachbereich Informatik
in Hamburg-Stellingen. Zwar sind die meisten Teilnehmerinnen Hamburger
Informatik-Studentinnen, doch hatten wir auch schon Besuch aus anderen Städten,
Fachbereichen und Schulen. Das Prinzip ist "Studentinnen bereiten für
Studentinnen vor", so lernt frau nicht nur für sich selbst das Fachliche, sondern kann das eigene Wissen zum einen weitertragen und zum anderen selbst noch eine
Menge mehr lernen (Folien erstellen, Präsentieren, Konflikte lösen, …).

Wie lange gibt es das schon und wieviele machen mit?

Beate: Admin@ wurde 1995 zum ersten mal veranstaltet und hatte ca. 20 Teilnehmerinnen.
Seitdem existiert das Admin@-Tutorium, findet nun jedes Semester jeweils in den
Semesterferien als Blockveranstaltung für 5 Tage statt und hat durchschnittlich
15 Teilnehmerinnen (hängt ganz von den Themen ab).

Was bringt’s?
Beate:

  • Endlich mal nur unter Frauen – eher selten in der Informatik!
  • eine besondere Atmosphäre, da alles freiwillig ist und auf unserem "eigenen
    Mist" gewachsen
  • sehr viel Spass, da sich recht schnell ein Gruppengefühl entwickelt. Kaum eine
    fühlt sich ausgeschlossen, hat Angst vor "dummen" Fragen o. ä.
  • wir lernen in dieser lockeren Umgebung unglaublich viel, da wir endlich mal
    experimentell vorgehen, was uns im Studium weniger gelingt
  • durch die Erarbeitung eines in der Regel fremden Themas lernen wir zum einen
    die entsprechenden fachlichen Inhalte, zum anderen aber auch die Situation,
    anderen etwas beibringen / vermitteln zu müssen
  • wir legen sehr viel Wert auf praktische Anwendung. Theorie haben wir im
    Studium genug! Eine kurze Einführung in ein Thema reicht uns. Natürlich kann frau
    dadurch nicht in die Tiefe gehen, aber das wollen wir auch nicht unbedingt.
    Wichtig ist uns, einen Einstieg in ein Thema zu bekommen. Vertiefen kann frau dann allein oder in einer sich findenden Gruppe.
  • durch die Teilnahme am Admin@-Tutorium entstehen sehr wertvolle Kontakte zu
    anderen Frauen.
  • Motivation fürs Studium, wenn’s denn mal nicht so klappt…

Wie ist die Idee entstanden?

Beate: Einige Frauen haben irgendwann einmal festgestellt, dass Männer eine andere
Herangehensweise an Themen haben als Frauen. Männer setzen sich eher einfach mal
vor den Rechner und probieren etwas aus, Frauen schauen da eher vorsichtshalber
erst einmal ins Handbuch. Männer behaupten von vielen Dingen, dass sie sie
beherrschen, Frauen sind vorsichtiger mit solchen Äußerungen und neigen dazu,
Ihr Fähigkeiten nicht so heraus zu stellen. Dieses Frauenspezifische wollten
damals einige Frauen für sich nutzen und in ungezwungener Atmosphäre unter sich
technische Spielereien / Themen, die sie schon immer mal machen wollten,
ausprobieren. Admin@ entstand und wurde zum großen Erfolg.

Was haltet Ihr davon, das Konzept an andere Unis, FHs,… zu exportieren?
Wie könntet Ihr das unterstützen?


Beate: Wir fänden es natürlich toll, wenn unser Konzept in anderen Unis "nachgeahmt"
wird. Es gab bereits einige Anfragen diesbezüglich, wo wir auch Tipps gerade für
den Anfang gegeben haben. Wir sind aber auch realistisch – dieses Konzept muss
nicht unbedingt überall greifen. Es benötigt viele engagierte Frauen!

Wie habt Ihr die Leute dazu gebracht, soviel Arbeit reinzustecken?
D.h. wie findet frau engagierte Leute?


Beate: Tja, diese Frage ist schwierig zu beantworten. Da gibt es gute und schlechte
Zeiten. Es gibt eine Art "Admin@-Kern", Frauen, die eigentlich immer mit dabei
sind und auch fast immer etwas vorbereiten. Diese Frauen sind so sehr von diesem
Konzept überzeugt, dass die Motivation wohl für ein Leben reicht ;-) Es gibt
Frauen, die frau gelegentlich bei einem Admin@-Tutorium mal trifft, die nicht
unbedingt etwas vorbereiten, aber sehr gerne teilnehmen. Es gibt aber durchaus
auch Nachwuchssorgen.

Den Nachwuchssorgen versuchen wir in unterschiedlicher Weise entgegen zu treten.
Wir sprechen Frauen in der Uni an und erzählen von Admin@, wir veranstalten
während der OE ein Frauen-Cafe, damit wir gleich bei den Erstsemesterinnen
bekannt werden, wir benutzen ein Community-Tool "Admin@-CommSy", ein
internetbasiertes Tool, in dem Neuigkeiten, Termine und Diskussionsforen stehen.
Auch bestimmte Arbeitsgruppen motivieren unsere Frauen. Es gibt eine
Server-Gruppe, die sich um unsere Web-Präsenz und andere eher technische Dinge
kümmern. Es gab eine Gruppe, die mal Admin@ auf der Cebit vertreten hat. Es gibt
eine Diplomandinnen-Gruppe, die sich mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch
Themen diskutieren.

Was Euch sonst noch dazu einfällt…

Beate: Unsere Aktivitäten wurden mal mit dem Frauenförderpreis honoriert, wodurch wir
uns drei Mal Expertinnen zum Thema "Rede- und Bewerbungstraining",
"Projektmanagement" und "Sehtraining" eingeladen haben. Das wurde mit
Begeisterung von vielen Frauen angenommen. Nun ist das Geld ausgegeben und wir
müssen wieder selbst ackern…

Link: www.informatik.uni-hamburg.de/Frauen/Admina/
Kontakt: Admin@-orga@informatik.uni-hamburg.de

 Maria

von Maria

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?


Abschluss der diesjährigen informatica feminale…


… und damit auch der Zeitung für dieses Jahr. Bedankten möchten wir uns bei unseren treuen Leserinnen, Artikelschreiberinnen und natürlich dem Orga-Team. Wir werden Euch vermissen!!!


Die if 2001 ist zwar zu Ende, aber nicht verzagen: Die Online-Zeitung wird auch über’s Jahr verfügbar sein :-)


Das ist ein dauerhaftes Angebot! (siehe auch Brigittes Artikel zu diesem Thema)
die Redaktion

von die Redaktion

Neue Features für die informatica feminale

Neue Features für informatica feminale


Leserinnenbrief von Veronika Oechtering zum Artikel "Feministinnen, wo wart ihr?"



Nicht nur die Frauenpolitik scheint für Teilnehmerinnen des Sommerstudiums eher uninteressant zu sein, sondern auch die Frauen/Gender-Forschung hat weniger als eine Handvoll Teilnehmerinnen interessiert: Leider hat Cecile Crutzen nun endgültig ihre Teilnahme abgesagt. Ich finde dies sehr bedauerlich, weil das Konzept der Informatica Feminale ohne eine feministische Basis undenkbar wäre.


Diese feministische Basis betrifft zum einen die Lehre selbst: Das Sommerstudium ist monoedukativ für Frauen – also immer noch eine Provokation für das Hochschulwesen in Deutschland (der einzige Modellversuchs-Frauenstudiengang in der Informatik befindet sich an der Hochschule Bremen – der örtlichen Fachhochschule)! Obwohl unzählige wissenschaftliche Studien und praktische Erfahrungen aus vielen Ländern die pädagogischen Vorteile derartiger Lehr- und Lernsituationen für bestimmte Fächer, für bestimmte fachliche oder persönliche Ausbildungssituationen sowie für viele Frauen herausgearbeitet haben und zahlreiche Varianten des längeren oder kurzzeitigen Lernens unter Frauen denkbar sind, scheint sich der Reformwille der Hochschullandschaft mal wieder auf Reformen von Studienabschlüssen (Bachelor/Master usw.) zu konzentrieren, anstatt beispielsweise massive Reformen bei Studieneinstieg und Grundstudium der Informatik oder die flächendeckende Entwicklung von angewandten IT-Aufbaustudiengängen speziell für AbsolventInnen von Studiengängen mit hohen Frauenanteilen zu entwickeln.


Für mich bedeutet Feminismus u.a., parteiisch zu sein für Frauen, dort, wo sie diskriminiert werden. Im Hochschulstudium ist dies noch massiv der Fall. Aber Frauen müssen ihre Veränderungsforderungen auch artikulieren, diskutieren und schließlich einfordern und aushandeln.


Aber die feministische Basis des Sommerstudiums bedeutet für mich noch mehr: Beispielsweise hier im Sommerstudium



  • über Geschlechterverhältnisse in Anwendungskontexten von Informatik zu lernen/lehren,


  • dies bei Entwicklungsprojekten zu analysieren,


  • die Gestaltung/Entwicklung im Hinblick auf die Veränderung der Geschlechterverhältnisse im Interesse von Frauen zu betreiben,


  • sich damit auseinander zu setzen, inwiefern ein entstehendes Informatikprodukt oder eine Vorstufe davon bestimmte Aspekte von Gender festlegt, neu bestimmt, variiert usw. usw. und last but not least


  • theoretische Aspekte dieser Gestaltungswege kennen zu lernen.





Was haltet Ihr von Veranstaltungen für das kommende Sommerstudium, die Frauen und Gender-Thema explizit im Konstruktions-Prozess, also in kleinen Entwicklungsprojekten hier beim Sommerstudium aufgreifen?


Wir könnten spannende Projektthemen entwickeln, die technisch absolut auf der Spitze sind und neueste Tools nutzen, aber im Hinblick auf Geschlechterstereotype prototypisch kritische Anwendungen entwickeln.



Zum Beispiel wie bei Cornelia Brunner Computerspiele für Kinder ausdenken oder (was ich auf der Jobbörse sah) die Serviceleistungen von Autoradios der Zukunft entwerfen – die Radios würden wir bestimmt bekommen – oder (ein Beispiel aus der Ringvorlesung) im Zusammenhang mit Tools der Webstatistik praktische Untersuchungsformen implementieren und auswerten, wie Frauen im Web präsent sind, was sie dort nutzen etc. etc. Euch fällt bestimmt noch viel, viel mehr ein!


Schlagt doch einfach mal Projekte vor. Vielleicht haben einige von Euch auch Lust, ein Thema bis zum nächsten Jahr mit vorzubereiten. Wir könnten im Frühjahr vielleicht ein Vorabtreffen für ein solches Projekt organisieren. Ich könnte dazu auch gezielt nach weiteren Fachdozentinnen „fahnden“, die gemeinsam solch ein Projekt anbieten würden.


Über Reaktionen freut sich



Veronika Oechtering


oechteri@informatik.uni-bremen.de


von Veronika Oechtering

Danke

Die Begeisterung Eurerseits für unsere Zeitung hat uns für den ganzen Stress vor den Ringvorlesungen entschädigt.


Ihr wart ein wundervolles Publikum!



die Redaktion

von Die Redaktion

Nachwuchs – woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Nachwuchs – woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Zwei Wochen im Sommer 2001

Nachwuchs anzuwerben beginnt sich an den Unis durchzusetzen. An der Duisburger Uni findet dazu jedes Jahr eine zweiwöchige „Sommeruniversität für Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ statt. Dieses Schnupperstudium wird vom AkZent durchgeführt, der Uni-Außenstelle des Duisburger Arbeitsamtes.

Ziel der Sommeruniversität ist es, jungen Frauen einen ersten Einblick in üblicherweise männerdominierte Studienfächer zu geben und so Berührungsängste abzubauen.

Im Sommer 2001 kamen Schülerinnen und Abiturientinnen, aber auch Auszubildende und Umschülerinnen erwartete ein umfangreiches Programm: Vorstellung von Uni, Studienfächern und Gremien, Gruppenarbeit, zahlreiche Vorlesungen und Praktika in den Bereichen Informatik, Mathematik, Maschinenbau, Physik, E-Technik, Chemie, Hüttentechnik und Schiffstechnik und ein eintägiges Praktikum in Duisburger Unternehmen.

„Stellen Sie ein Hilfsmittel her, das die Multiplikation von Zahlen erleichtert!“

In kleinen Gruppen sollte diese Aufgabe bearbeitet werden. Dazu wurden zur Verfügung gestellt: Holzstäbe, Draht, Holzkugeln, Bastelpappe, Folie, Kleber, Stifte, Werkzeug.

Nach dem ersten Schock („Was sollen wir denn da machen?“) entstanden in den kleinen Gruppen interessante Ergebnisse. Es gab Lernspiele, Visualisierungen, künstlerische und literarische Exponate.

Der Austausch zwischen den Gruppen („Wir tauschen Kugeln gegen Pappe… Habt Ihr den Leim? Wir brauchen einen Karton…“) war sehr gut. Die Verlosung der Exponate am Ende der Woche war ein zusätzliches Highlight.

Eine Lösung bestand z.B. aus einem Rechenrahmen zur Multiplikation von binären Zahlen.

Die Lehrveranstaltungen

Die Vorlesungen, z.B. „Moderne Verschlüsselungsmethoden“ oder „Chatten“ wurden fast alle positiv bewertet. Viele Teilnehmerinnen waren aber auch überrascht, wie komplex sie teilweise waren.

„Web-Animation mit Flash“ weckte den Spieltrieb. Die Teilnehmerinnen waren auch ohne Vorkenntnisse in der Lage, etwas zu produzieren.

Fazit

Die Mathematik-Vorlesung war sehr abstrakt, was aber eher die Reaktion hervorbrachte: Wow, das ist überhaupt nicht das, was es in der Schule ist! Und genau das sollte doch gezeigt werden: Wie es in der Uni zugeht.

Veranstaltungsmaterial wie Literaturtipps und Links sind zugänglich unterwww.oelinger.de/maria/fachmix/sommeruni/.

Homepage der Sommeruni Duisburg: www.uni-duisburg.de/Akzent/sommeruni/index2001.html

Maria

Jobsuche – Bläh!

Jobsuche – Bläh!



Wenn frau feststellt, dass studieren ohne gesicherten finanziellen Hintergrund nicht wirklich Spaß macht, ist es an der Zeit, einen Job zu suchen.


Das Erste und Schwierigste: Was will ich machen, wer bin ich und was kann ich?


Schreib am besten auf: Was macht Dir Spaß? Womit kannst Du Dich beschäftigen, ohne dass Du merkst, wie die Zeit vergeht? Wofür schätzen Dich Deine FreundInnen?


Gibt es noch was, was Du relativ schnell lernen kannst, bevor Du Dich auf die Pirsch nach einem Job machst?


Weitere Probleme sind zeitliche und örtliche Gebundenheit. Da gilt es dann, besonders hartnäckig zu suchen.


Wo? Gelbe Seiten, Aushänge an der Uni, Bekannte, Profs,…


Meiner Erfahrung nach eher aussichtslos: Arbeitsamt und Stellenanzeigen. Online-Jobbörsen sind auch nur bedingt zu empfehlen. Meine Online-Versuche mit den meisten Treffern (genau genommen einem… der aber gut bezahlt) war www.alma-mater.de.


Hast Du eine Auswahl von Firmen oder Institutionen o.ä., kannst Du Deine Bewerbung verfassen. Wichtig dabei ist, auf die Besonderheiten der Ansprechpartner einzugehen. Also nicht nur alles aufzählen, was Du kannst, sondern auch Dinge weglassen, die für diese Stelle nicht weiter interessant sind!


Achtung: Auch der Lebenslauf kann durchaus unterschiedlich aussehen, je nach Firma!


Mit meinen fertigen Bewerbungsunterlagen habe ich mich auf die Socken gemacht und bin persönlich zu den Firmen gegangen, um meine Mappe abzugeben.


So hatte ich in 50% aller Versuche sofort ein Vorstellungsgespräch.


Vorteil: Die Chefs lasen meine Unterlagen nicht durch, bevor ich kam ®
weniger Vorurteile!


Leider gab es aber auch unschöne Erfahrungen: In einer Firma wollten mir drei junge, erfolgreiche Herren im Anzug erklären, dass ich doch lieber „was mit Texten“ machen soll…


Schließlich habe ich meinen Traumjob gefunden. Bei mir lief das über einen Uni-Aushang. Aber das ist eine andere Geschichte… (vgl. zeitung vom 11.09.)



Maria

von Maria

Vom Leben im StartUp

Vom Leben im StartUp


Praxisbericht

Jeden Morgen großes Frühstücksbuffet, Frei-Cola
und Frei-Ü-Eier und außerdem ein Kicker in der Ecke – das
ist das Klischee, das viele von StartUp-Firmen haben. So ist es
natürlich nicht!

Es gibt zwar herrliche
Arbeitszeiten (i.d.R. nicht vor 9:00 h ) und Freiwasser, aber keinen
Kicker. Einen Pool-Billard-Tisch… aber nur klein… und die
Dartscheibe ist schon wieder verschwunden, ehrlich…

Im Ernst: Die Arbeit im StartUp hat große Vorteile,
wie ich finde. Projekte können von A bis Z bearbeitet
werden, der Informationsfluss ist sehr gut (es sei denn, bei
riesigen StartUps) und die Motivation ist hoch.

www.spirito.de

Die Nähe zu
Kollegen und Kunden erleichtert das gegenseitige Verständnis.
Natürlich gibt es auch Nachteile, was die Sicherheit und die
Finanzen angeht. Aber dafür gibt es an jeder Ecke was Neues zu
lernen. Die Strukturen sind noch weich, so dass
Verbesserungsvorschläge auf offene Ohren stoßen.

Resumee: Warum arbeite ich dort?
Weil ich ganzheitlich (schönes Wort :-) arbeiten kann. Und weil
die Atmosphäre toll ist.

Wer nicht gut selbständig
arbeiten kann und viele Anweisungen braucht, sollte sich aber lieber
nach etwas Größerem umsehen.

 Maria

von Maria

Weite Web-Welt

Weite Web-Welt


Von der privaten Homepage zur Materialsammlung von weltweitem Interesse


Dieser Bericht soll allen Mut machen, die sich überlegen, Zeit und Wissen für andere zu investieren. Als ich anfing, meine Homepage aufzubauen, war klar, dass ich keine Das-bin-ich, Das-ist-mein-Hund, Meine-Briefmarkensammlung Seiten machen wollte. Nein, ich wollte die Welt verbessern! Na, ja, zumindest wollte ich irgendwas ins Netz stellen, was mehr Leute interessiert als nur mich und meine Freunde.Nachdem ich auf der if ’99 einen Seminarvortrag über interaktive Kunst erarbeitet hatte, legte ich ihn auf meine Site. Es kamen die Mitschriften aus dem Studium, Püfungsvorbereitungen und -protokolle dazu. Auch Kommilitonen (nein, leider keine Frauen bisher) stellten mir das ein oder andere zur Verfügung. Mittlerweile überlege ich mir bei vielen Texten, ob sie auch für andere interessant wären.Natürlich hatte ich immer gehofft mitzubekommen, ob es jemanden da draußen gibt, der wirklich etwas mit meiner Datensammlung anfangen kann. Trotzdem erwartete ich eigentlich nicht, dass sich die Studenten, die mein Material benutzen, melden würden. Würde ich das tun? Eher nicht.Aber: Nach ein paar Monaten kam das erste Feedback!Von einem Versicherungsvertreter… Dann kamen Studenten, WiMis und Praktiker.Inzwischen habe ich emails nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich, den USA, der Türkei und – ganz frisch – Brasilien bekommen. Einige meiner Inhalte werden offenbar schon in newsgroups gehandelt.Dies gab mir zu denken. Und deswegen werde ich in meiner Diplomarbeit den ganzen Datenwust ordnen und mit professionellen Mitteln (Datenbank, Web Application Server, theoretische Methoden als Konzeptionsgrundlage) realisieren. Vielleicht gelingt es mir sogar, diese Arbeit dann zu vermarkten, um die Kosten für die Website zu decken.




Fazit: Wissen teilen macht Spaß!



Maria

von Maria

Umfrage-Ergebnisse

Umfrage-Ergebnisse


Merchandising-Produkte zur informatica feminale, die Ihr Euch wünscht




Viele möchten gern schlammfarbene, dunkelblaue oder rote T-Shirts haben. Je nach Qualität dürften sie DM 20,- bis DM 30,- kosten.


In diesem Zusammenhang würde ich gern noch einmal auf unsern T-Shirt-Wettbewerb hinweisen… Mädels, malt!


Außerdem fehlt es an Tassen (für die Cafete und zum Mitnehmen). Bis DM 10,- würde frau dafür bezahlen. Ein Button ginge für DM 2,- weg wie warme Semmeln. Toll wäre eine Musik-CD: Mal sehen, was es an Kulturbeiträgen beim Abschlussfest gibt…Wie gestern bereits ausprobiert: Original-Live-Mitschnitte (Audio, Video, mp3) von tollen Ringvorlesungen könnten uns über den langen Winter retten.Dann bitte für die modisch Interessierten noch Halsketten oder Armbanduhren.


Sicher schreibt eine ein Buch mit vielen bunten Bildern und Fotos zum Preis von EUR 20,- über die informatica. Natürlich darf auch ein frauenspezifisches PC-Spiel nicht fehlen!


Passend zur heutigen Vorlesung wurden noch Turnschuhe mit Klettverschluss (knotenfrei!) erbeten. Vielleicht gehen auch HausschuheWeitere Wünsche: Kugelschreiber, Papiertaschentücher, Mauspad, Schal, Regenschirm, Pudelmütze,…
Maren und Maria


von Die Redaktion

T-Shirt-Wettbewerb II

T-Shirt-Wettbewerb II


Lasst uns nicht hängen!



Ihr könnt sicher bessere T-Shirts für die informatica entwerfen als dieses.


Also seid kreativ! Die vielen wertvollen Preise, die beim Abschlussfest verliehen werden, warten auf Euch! (siehe auch zeitung vom 06. Sept.)



Die Redaktion




von Die Redaktion

Bonus-Beilage Fragebogen

Bonus-Beilage


Fragebogen


Wie hat Dir bisher das Wetter in Bremen gefallen?


[] gut, denn in Wirklichkeit bin ich ein Frosch!


[] Warum? War was? Ich bin aus dem Pool gar nicht heraus gekommen.


[] Sch…lecht


[] Sonstiges…


Wer bist Du?


[] ein Frosch


[] künftige/letztjährige Nobelpreisträgerin


[] Die aus dem Pool


[] Brigitte


[] Sonstige…


Was nimmst Du mit nach Hause?


[] einen Haufen Papier, wo man nie wieder reinguckt


[] viele Gesichter ohne Namen


[] gute Kontakte mit Namen


[] eine Erkältung


[] eine große Tasche mit Regenschutz


[] Sonstiges…


Wovon ernährst Du Dich?


[] Schokolade


[] Kekse


[] Schokolade und Kekse


[] Koffein


[] Nikotin


[] Mensazeugs


[] Hausfrauskost


[] Sonstiges…


Welche Programme haben bei Dir alle nicht funktioniert?


[] Alle


[] Keines


[] Andere…








Disclaimer: Dieser Fragebogen ist nicht ernstgemeint. Wir wollen ihn nicht zurückhaben. Es gibt auch keine Auswertung. Aber vielleicht habt Ihr ja trotzdem Spaß damit – bei dem Wetter könnt Ihr das bestimmt genauso gut gebrauchen wie wir…

MUFFIN 21 – the next generation

MUFFIN 21 – the next generation


Die Abenteuer des neuen Netzwerkes zwischen Unis, Forschung und Firmen


Die Informatik – unendliche Weiten. Wir befinden uns im Jahr 2001. Das Projekt MUFFIN 21 dringt in Bereiche vor, die nie ein Mann zuvor gesehen hat. Unsere Crew besteht aus 27 Wissenschaftsoffizierinnen (Mentees) und dem Außenteam (Mentorinnen). Dazu kommen die taktischen OffizierInnen (Steuerungsgruppe, mit fünf Frauen und einem Mann). Sie organisieren die Gruppentreffen und dokumentieren.



Die Mentees studieren Wirtschaftsinformatik, Naturwissenschaftliche Informatik, Psychologie, Pädagogik, Mathe an der Berufsakademie, Uni, Gesamthochschule… Sie unterrichten nebenbei an der Akademie, sind Mitglied des IEEE, arbeiten in der freien Wirtschaft oder beim Prof und haben doch eine gemeinsame oberste Direktive: Engagement und Offenheit. Die Atmosphäre des ersten Kontakts war entsprechend gut.


Die Mentorinnen kommen aus Forschung und Wirtschaft, sind gegenüber den männlichen Kollegen in der Minderheit und wollen Hilfe geben, aber auch gleichberechtigte Ansprechpartnerinnen sein. Sie möchten ihrerseits vom Nachwuchs auch Neues lernen.


Die Crew der ersten Generation von Muffin hat uns Neulinge mit offenen Armen empfangen. Bei der großen Konferenz bestiegen die neugebildeten Paare ihre Shuttles, um sich auf das Abenteuer Mentorship einzulassen. Sie gingen ihre Allianzen ein und festigten das Netzwerk. Jedes Paar einigte sich auf die Rahmenbedingungen der jeweiligen Beziehung und hielt Vertraulichkeit und Verbindlichkeit des Mentorships vertraglich fest.


Inzwischen gab es jeweils ein Treffen der Mentees und eins der Mentorinnen. Da ging es um den Fortschritt der Paare und um organisatorische Probleme. Fachliche Vorträge oder Workshops auf den kommenden Treffen sind angedacht, aber leider noch nicht konkret geplant.


Im Sommer hatten anscheinend alle Landurlaub, so dass der Austausch – auch über email – eher träge als rege war. Das nächste gemeinsame Treffen findet im Oktober statt. Außerdem sind viele Mentees auf der informatica – sie sind mitten unter uns. Widerstand ist zwecklos!


Die Abschlussveranstaltung von Muffin21 ist im Dezember 2002 – wir hoffen aber alle, dass das Netzwerk noch viele gemeinsame Abenteuer bestehen wird.


Wer sich für Mentorship interessiert – ob als Mentee, als Mentorin oder als Organisatorin – kann sich im Internet unter http://www.muffin21.de/ über das Projekt Muffin 21 informieren. Träger sind die GMD (mittlerweile zusammengeschlossen mit der Fraunhofer Gesellschaft), die Initiative D 21 und die informatica feminale.



Maria

(redigiert und genehmigt von
einigen Mitmentees)


Zum Stichwort Mentoring


Lili Segerman-Peck hat den Mentor/die Mentorin heutiger Prägung so beschrieben:


„Your mentor is your guardian angel. Someone who is knowledgeable, helpful, wise, prepared to help you along the path of your career, take you by the hand to help you puddles in the road, catch you when you fall, and eventually give you wings to fly alone.“


Seit langer Zeit haben sich MentorInnen in sehr persönlichen Beziehungen um NachfolgerInnen gekümmert. Die Begabtesten, die Aktivsten, die Wachsten wurden gefördert – von Medizinmännern und Beginen, von Generälen, von Äbtissinnen.