Werkzeuge für Maker und Bastler
Wer als Bastlerin (neudeutsch: Maker) unterwegs ist, benötigt in der Regel Wissen über den Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen, z. B. um das eigene Arduino-Projekt in einer optisch anspruchsvollen Holzbox unterzubringen.
Wie auch schon das Buch „Make: Elektronik – Eine Einführung für Bastler, Geeks und Künstler“ vom selben Autor bietet dieses Buch ein guten soliden Einstieg in das Thema mit vielen Projekten und einer „wir machen was kaputt“-Mentalität. Es ist dabei für Anfängerinnen geschrieben, aber auch Fortgeschrittene werden wieder auf ihre Kosten kommen.
Wie auch beim ersten Buch gefällt mir der lockere und witzige Schreibstil, die wieder mal vielen exzellenten Abbildungen und die vielen Erklärungen, warum wir etwas auf die und nicht auf eine andere Weise machen. Es wird auch wieder was kaputt gemacht! Grundsätzlich ist das Buch wieder ein Mitmachbuch mit vielen unterschiedlichen Projekten, von nützlich (Bilderrahmen), verspielt (Schiebepuzzle) bis „weil’s geht“ (Origami-Kranich). Zwischen den Projekten werden in Form eines Steckbriefs verschiedene nützliche Informationen zu Material und Werkzeug eingestreut (z. B. alles über Bohrmaschinen, Bohrer und Bits).
Ich habe das Buch fast wie einen Roman gelesen und war nach jeder Seite gespannt darauf, was wohl als nächstes Projekt kommt. Viele der Projekte laden zum Mitmachen ein und ich bin schon krampfhaft am überlegen, wie ich meinen Topfuntersetzer kaputt bekomme, damit es sich lohnt, das vorgeschlagene Topfuntersetzer-Projekt zu machen. Na gut, ich könnte das Projekt auch so machen, ohne etwas vorher kaputt zu machen :)
Was mir nicht so gut gefallen hat, wie auch schon beim ersten Buch: Das Auge der Leserin könnte bei manchen Bildern mehr geführt werden. Um nur ein Beispiel zu nennen: Gegen Ende des Buches gibt es ein Bild von einer Nutfräse. Im angrenzenden Text wird erklärt, wie diese eingesetzt wird, zum Beispiel mit welchem Teil der Fräse gefräst wird. Ein kleiner roter Kringel oder ein Pfeil auf die entsprechende Stelle hätte mir beim Verstehen sehr geholfen.
Eine weitere Kleinigkeit, die mir ebenfalls beim ersten Buch schon negativ aufgefallen ist, ist die fehlende Sprachsensibilität: Im Buchtitel steht „Bastler“, Frauen sind vermutlich mal wieder „mitgemeint“. Die englische Version kommt da mit einem „Make: Tools“ deutlich genderneutraler rüber. Im Fließtext fällt es nicht so auf, da der Autor die Lesenden in der „Sie“-Form anspricht.
Aus meiner Sicht auf jeden Fall eine Kaufempfehlung, für alle, die aktuell versuchen die digitale Welt (z. B. Arduino) in analoge Materialien (z. B. Acrylbox) zu bringen. Aber auch für alle, die sich – unabhängig vom Digitalen – für die genannten Materialien und dessen Verarbeitung interessieren, für ausgebildete Tischlerinnen (o. ä.) ist das Buch jedoch nichts.
Themen
- Werkzeugkunde (Hammer, Nägel, Bohrmaschine, Bohrer, Bits, Zwingen, Schrauben, Schraubendreher und weitere)
- Materialkunde, insbesondere Holz, Verbundwerkstoffe, Acryl, Polycarbonat
- Projekt: Schiebepuzzle
- Projekt: Würfel
- Projekt: Bilderrahmen (4-eckig, 5-eckig, 6-eckig….)
- Projekt: Lotusflöte
- Projekt: Monstertruck
- Projekt: Pantograf
- Projekt: Holzkiste (in mehreren Variationen)
- Projekt: Origami-Kranich
Charles Platt: „Werkzeuge für Maker und Bastler“. dpunkt 2017.
Anke

Als Mischung aus Fachbuch und autobiografischen Fotosessionberichten ist das Buch nach einem eher außergewöhnlichen Konzept aufgebaut. Aufmerksam gemacht hat mich als erstes mal der Titel. Super! Fehlerkultur! Da bekomme ich nicht nur fotografische Inspiration, sondern auch etwas mehr. Leider war meine Erwartungshaltung zu hoch… die Fehler, die beschrieben sind, sind zwar lehrreich. Manche davon hätte ich selbst allerdings auch beim ersten Mal eher nicht gemacht ;-)
75 % der Frauen in Deutschland erwartet später eine Rente unter 400 EUR. Nicht schön. Gar nicht schön.
Pepper (die fröhliche Rothaarige auf dem Karton) geht auf Entdeckungstour. Im Dschungel besucht sie ihre Tante. Diese ist leidenschaftliche Affenforscherin und lebt in einem Baumhaus, ganz ohne Zivilisation. Dafür hat es eine trickreiche Strickleiter, eine Seilwinde, Rollen und Zahnräder. Das Gepäck ist zu schwer, um es alleine ins Baumhaus zu tragen? Kein Problem! Ein Flaschenzug schafft Abhilfe.
Physikalische Grundgesetze und mechanische Helferlein haben nach dem Abenteuer alle kapiert. Ob Katapult, Affenaufzug oder LED-Lichterkette: Gemeinsam mit Pepper Mint gelingt alles sehr leicht.
Pepper begleitet eine Expedition ins Bermuda-Dreieck. Als die Motoren und Geräte des Forschungsschiffs ausfallen, beginnt sie, Wasser als Antrieb zu nutzen und experimentiert mit Druck und Dichte. Die begleitende Geschichte führt die Nachwuchsforscherinnen von Versuch zu Versuch und zeigt, wie sie Maschinen mit Wasser bewegen können. Am Ende ist der Strom wieder da und junge Elektroingenieurinnen bauen ihre eigene Seifenblasenmaschine.
Wer Spaß am Basteln hat und nebenbei noch programmieren lernen möchte, kann sich dieses Buch mal ansehen. Ohne Vorwissen wird man Schritt für Schritt in die Welt des Programmierens eingeführt und kann mit wenigen Klicks eigene Anwendungen für den Mini-Computer erstellen. Den (jungen) Leserinnen und Lesern werden verschiedene Editoren vorgestellt: Calliope mini Editor und MakeCode und Open Roberta Lab. Auch das Ausprobieren von Programmen in der Simulation kommt dort vor. Sehr ausführlich ist die bebilderte Beschreibung aller Hardware-Komponenten, das ist wirklich gut gemacht!
Ein Journalist und eine Künstlerin, Niklas Maak und Leanne Shapton, wandern zwei Tage durch Manhattan, immer nordwärts. Sie lassen sich treiben und beobachten die Stadt: Die Straßen, die gelben Taxen, die alten Backsteinfassaden, den chinesischen Schrotthändler, die Überwachungskameras, den Trump-Tower, die Flugzeuge am Himmel. Niklas Maak macht sich Notizen, Leanne Shapton tuscht dazu stimmungsvolle, meist eher abstrakte Farbflächen. Nach und nach entsteht ein Blick auf New York, banal und gleichzeitig sehr eigentümlich, ein Stimmungsbild der Stadt. Dabei authentisch und irgendwie intim. Intim? Ja, man begleitet den Erzähler und die Zeichnerin quasi auf einem Spaziergang von Süd nach Nord und sieht ihnen dabei über die Schulter bei dem, was ihnen so begegnet. Gegebenheiten und kurze Einblicke in Menschenleben, Situationen und Historie. Oft sind es Beobachtungen, dann wieder wiedergegebene Gespräche.
Mathematik ist nicht die Kunst des Rechnens. Trotzdem hilft sie, wenn man mal rechnet. Der Mathematiker Christian Hesse sagt, Mathe sei die Kunst, Rechnen durch Denken weitgehend überflüssig zu machen. Wie das geht, und zwar im Kopf, zeigen seine vielen Beispiele.
Zitat: „An Heiligabend des Jahres 1695 versank das Handeslsschiff Constant […] bei den Felsen des Eddystone-Riffs. […] Keiner hat jemals all die Schiffe gezählt, die hier zerschellten. […] Die Kaufleute von Plymouth hatten die köngliche Erlaubnis bekommen, auf dem Eddystone ein Leuchtfeuer zu errichten.“
Wer sich mit dem Arduino beschäftigen möchte, kommt nicht umhin, sich einige Grundkenntnisse in Elektronik anzueignen. Sei es, LEDs zum Leuchten zu bringen, Sensordaten auszulesen oder Motoren anzusteuern. Das Buch bietet genau diesen Einstieg für all diejenigen, bei denen der Physikunterricht schon etwas her ist oder im Hirn nicht wirklich haften geblieben ist.

Der Leuchtturm ist ein eindrucksvolles Motiv. Hier gibt es allerdings noch mehr zu lernen: Einfache Motive zeichnen und so Aussagen verstärken. Das Buch ist eine Vorlagensammlung, Inspiration und Anleitung für weitere Motivideen. Dank der Schritt-für-Schritt-Erklärungen lässt sich eine Menge an Bildern, die auf den ersten Blick kompliziert aussehen, einfach und schnell nachzeichnen.
Das fertige Symbol wird in drei verschiedenen Ausführungen vorgestellt, von schlicht und schnell bis professionell schattiert und mit Wachsmalblöcken gefärbt. Gezeichnete Varianten der Symbols sowie eine Verschlagwortung bringen sofort Ideen für den Einsatz zu eigenen Zwecken.
Design Thinking ist eine Methode, die bei der Neuentwicklung von Produkten und Services hilft, die wirklichen Kundenprobleme zu identifizieren und innovative Lösungen für diese zu finden. Aus dem Buchtext: „Ein […] Gedanke – bevor es nun wirklich losgeht: Die meisten erfolgreichen Innovationen sind das Ergebnis von Teamarbeit. […] Und für solch ein Team gilt: Je diverser – in Hinsicht auf den beruflichen, aber auch kulturellen Hintergrund – die Zusammensetzung des Teams ist, desto besser für das Projekt.“
Hast Du weder Zeit noch Lust auf langatmige Belehrungen eines Kollegen oder darauf, Dich durch unzählige Webseiten zu klicken oder ein dickes Fachbuch zu wälzen? Dafür wurde dieser kompakte Ratgeber verfasst. Das Buch hat sich eine klare Aufgabenstellung gesetzt: Es will den Anforderungen anspruchsvoller Leser genügen, die mehr über die Anwendung von Design Thinking in einer digitalen Welt erfahren möchten. Dann sehen wir mal….
Die Teilnahme an einer Diskussionsrunde ist oft mühselig – lediglich eine Pflicht oder gar eine Last… Schlimmstenfalls führt das Gespräch zu keinem Ergebnis. Dagegen möchte das Büchlein vorgehen. Der Autor ist erfahrener Gesprächsleiter und gibt in seinem Ratgeber praxisnahe Tipps für eine effektivere Gesprächskultur. Außerdem kennt er die Sicht als Sprechtrainer, Coach und Vortragsredner.
Der Calliope mini ist ein 5-Gramm-Computer, der erschwinglich ist und Digitalisierung so für alle möglich macht, die spielerisch an das Thema herangehen wollen. Hier kann man ein grundlegendes Verständnis bekommen bzw. schaffen, das für die Zukunft wichtig ist. Und faszinierend ist es auch noch!
Das Modell will einen revolutionären Weg aus der Krise weisen. Und zwar so, dass Kapitalismus, Ökologie und soziale Grundrechte auf gescheite Weise vereint werden. Die
Im Untertitel erfährt man, worum es den Autoren geht: „So lügt man mit Sprache“. Als Journalistin oder Journalist steht man immer mal wieder vor der Frage: Mach ich´s verständlich, oder mach ich´s mir leicht? Oder will ich gar manipulieren…?