
Warum florieren manche Unternehmen in Zeiten großer Unsicherheit und andere nicht?
Basierend auf einer empirischen Langzeitstudie präsentieren die Autoren die Erfolgsgeheimnisse von Unternehmen, die selbst unter schwierigen Bedingungen zu Marktführern werden. Weltwirtschaftskrise, technologischer Wandel, globaler Wettbewerb – wirtschaftliche Unsicherheit ist immer da. Dennoch schaffen es manche Unternehmen, trotz der anhaltenden Instabilität weiter zu wachsen, während andere scheitern.
Was unterscheidet die, die selbst unter widrigen Bedingungen außerordentlich erfolgreich sind, von denen, die schlecht abschneiden?
Jim Collins und Morten T. Hansen haben diese Fragestellung in einem mehrjährigen Forschungsprojekt untersucht und dazu empirische Daten von mehr als 20.000 Unternehmen ausgewertet. Die Autoren wollten wissen, wie extremer Erfolg unter extremen Bedingungen möglich ist. Sie untersuchten Firmen, die sich in einer anfälligen Ausgangsposition befanden, dann zu Spitzenunternehmen mit einer sehr erfolgreichen Bilanz wurden und diese Position auch unter instabilen Bedingungen hielten. Anschließend verglichen sie diese Unternehmen mit solchen, denen es nicht gelungen war, unter den gleichen Bedingungen zu bestehen.
Im Buch beschreiben die Autoren das Vorgehen von ausgewählten sieben Unternehmen, die ihre Wettbewerber um mindestens das 10-fache übertrafen und konstant bessere Ergebnisse erzielten als alle anderen. Sie zeigen, welche Gemeinsamkeiten diese Erfolgsunternehmen haben. Dazu zählen beispielsweise Führungskräfte, die sich durch „fanatische Disziplin“, „empirische Kreativität“ und „produktive Paranoia“ auszeichnen, sich nie mit dem bereits Erreichten zufriedengeben und immer auf das Schlimmste vorbereitet sind.
Produktive Paranoia ist im Kern effektives Handeln auf der Basis extremer Wachsamkeit. Empirische Kreativität heißt, aufgrund von Fakten (evtl. ungewöhnliche) Alternativen zu ergreifen. Fanatische Disziplin besteht u. a. darin, Fähigkeiten schon vor dem Ernstfall zu erwerben und sich auch in Wachstumphasen nicht selbst zu überschätzen. So zu arbeiten bedeutet: Wohlüberlegte, methodische und systematische Vorbereitungen auf bewusst gewählte Ziele hin, ohne Risiken auszublenden. Das kann in die Unternehmenskultur übergehen – und das sollte es auch, wie ich finde.
Die Auswahl der Führungskräfte ist dafür natürlich entscheidend: Optimal passen dazu Menschen, die ihre Stärke in etwas Größerem und Dauerhafterem als in ihrer eigenen Person sehen. Als Beispiel nennen die Autoren Bill Gates, der sich irgendwann in seiner Zeit als erfolgreicher Unternehmer vorgenommen hat, die Malaria zu bekämpfen (und im besten Fall auszurotten). Hat man erst einmal solche Führungskräfte gefunden, folgen ihnen die Mitarbeiter/innen auch bereitwillig. Auch wenn sie nicht alle direkt die ganze Welt retten wollen müssen ;-)
Die Kernpunkte des Buches finde ich sehr spannend. Was mir nicht gefällt, ist der ausschweifende Erzählstil und das überbordende Selbstbewusstsein der Autoren (klingt wie „He, wir wissen wie’s geht und ändern die Welt, wenn Ihr uns nur glaubt und das tut!“) – dahinter verschwinden die wichtigen Interpretationen der Studienergebnisse leider zu leicht. Dieser geschwätzige Stil macht es der Leserin schwer. Trotzdem lohnt es sich, sich die Kernaussagen aus diesem Schreibwust eben selbst heraus zu arbeiten. Das ist eigenlich die Rolle der Autoren *seufz*
Fazit: Kürzer, roten Faden straffen, dann ist das Buch top.
Themen
- Auswahl der 10X-Unternehmen
- Wie werden Menschen zu 10Xern?
- 20-Meilen-Marsch (bewusst gleichbleibendes Vorwärtskommen)
- Kreativität und Disziplin
- Führungsqualitäten oberhalb der Todeszone
- Paranoia
- Kontinuität und Wandel
- Glück oder Können: Welche Rolle spiel Glück?
Jim Collins und Morten T. Hansen: „Oben bleiben. Immer“. campus 2012. 29,99 EUR (D)/30,90 EUR (A). ISBN 978-3-593-39660-6.
[PS: Natürlich weiß ich, dass es „10x mehr als Du…“ heißt. Das ist ein Zitat.]
Maria
DEC – ein Pionierunternehmen der Computerbranche, von dem viele bedeutende Innovationen ausgingen: Netzwerke, Miniaturisierung und mehr…
Bevor ich mir selbst was ausdenke, geb ich Euch heute einfach mal die Beschreibung des Verlags, denn das passt einfach schon sehr gut:
„Guerilla Coaching“ ist das Motto von Sabine Asgodom. Sie möchte Leuten helfen, anderen Leuten zur Eigeninitiative zu verhelfen. In diesem Sinne gibt sie ihr Wissen weiter und ermutigt dazu, es auch anzuwenden. Die Empfehlungen in den Abschnitten mit den „Impulsen“ sind oft recht einfach, aber immer sehr gut. (Wie so oft, man muss es dann auch tun!) Ich werde demnächst mal das „Alternativrad“ ausprobieren. Besonders hilfreich ist, dass es zu den Impulsen Hinweise für Besonderheiten beim Coachen und Selbstcoachen gibt. Eine gute Orientierungshilfe, sehr vorbildlich.
Kreativitätsmethoden, von der Zielklärung über die Ideenfindung und Ideenbewertung inklusive Auswahl bis zur praktischen Umsetzung. Es ergibt sich ein umfassender Blick, über die reinen Techniken hinaus. Besonders ist, dass es hier schon mit dem Einfühlen ins Problem beginnt.







Erste Frage: Was ist überhaupt eine Krise? Darauf gibt es eine Antwort. Außerdem lernen wir im Buch eine differenzierte Sichtweise auf das Thema kennen: „Resilienz“ ist kein fester Persönlichkeitsbestandteil, sondern setzt sich aus vielen verschiedenen Aspekten zusammen und kann über die Zeit schwanken.
Zuerst mal: Sehr hübsch. Die Symbole und auch die Schrift sind im Zeichenkohlestil gestaltet. Freundliche Grundfarben machen einen fröhlichen Eindruck. Es gibt fertige Kanban-Board-Beispiele mit 3 bis 8 Spalten (s. Bild links) und zusätzlich Folien mit allen möglichen Symbolen und Textelementen. Dazu gehören die kleinen Spielfiguren, die die einzelnen Mitglieder des Entwicklungsteams repräsentieren, genauso wie Aufgabenkarten, Pinnadeln, Bewegungslinien für Karten, Kreise zum Hervorheben oder Pfeile. Und so weiter. Skalierbar sind die Symbole natürlich auch. Wie erwartet, lässt sich die Farbe nach Bedarf ändern. Die Symbole gibt es in verschiedenen Varianten, mit Farbverläufen, einfarbig oder mit verschobener Kontur (s. Bild unten).
Ja! Juhu! Auch wenn Ihr mich für etwas seltsam haltet, wenn ich bei dem Thema in Freudenschreie ausbreche. Ich hab endlich wieder das Buch in den Händen, das ich noch aus dem Studium kenne und wahrhaft geliebt hab. Das beste Handwerkszeug für mathematische Beweise, Sätze, Übungen, Aufgaben, Probleme und Lösungen. Was die Sprache angeht. Wirkt sich auch positiv auf andere Bereiche aus, wo Verstehen und deswegen präzises Formulieren wichtig ist.
Stell Dir vor, Du fällst ins Koma, und keiner weiß, welche Musik Du am liebsten hörst. Tja. Dä.
Empfohlen bekam ich das Buch auf der
Die Geschichte beginnt irgendwann nach der Trennung der Eltern. Der Vater ist erst mal weg, die Mutter ist nicht mehr sie selbst, sondern „das Biest“. Ihre Trauer, ihr Liebeskummer verändern sie. Das ist allerdings eher die Vorgeschichte, die gar nicht erzählt wird. Erzählt wird eine Momentaufnahme aus dem Leben des kleinen Sohnes, der plötzlich der Aktive ist und sein Leben an der Seite des Biestes neu ausrichten muss. Das macht er sehr souverän. Und am Ende gibt es doch noch sowas wie ein Happy End. Und den Anfang der nächsten Geschichte, vielleicht…