Spaziergang im Herbstwald
Dieses Buch ist weniger ein Fotobildband, vielmehr ist es ein Buch zum Verschenken und Innehalten. Die Fotos dienen dazu, die Atmosphäre einzufangen und in den Lesesessel zu bringen. Wie die Fotos genau entstanden sind, der technische Hintergrund oder Perfektion im Sinne von Hochglanzpostern stehen hier nicht im Mittelpunkt. Darum geht es nicht.
Eins meiner Lieblingsmotive aus dem Buch zeigt eine winzige Schnecke, die über Moospolster zwischen kleinen Pilzen unterwegs ist – grün, braun, etwas gelb. Die Farben des Herbstes, bei denen man noch den Morgennebel spürt. Und das nächste Bild beamt mich selbst hinunter auf Pilzniveau…
Die Texte sind kurz, dicht und hier und da schimmert ihre schweizerische Herkunft durch ;-)
Was mich ärgert: Der Papierschutzumschlag ist überflüssig. Das Buch sieht ohne ihn exakt genauso aus, nur die inneren Verlagstexte sind dort zusätzlich untergebracht. Das geht besser und könnte einiges an Papier sparen.
Das Herbstbuch ist Teil einer Reihe fotografischer Waldspaziergänge durch alle Jahreszeiten.
Martina Issler als Autorin und Fotografin verschafft darin den Betrachter:innen ein unmittelbares Erlebnis zum Sehen, Riechen und Hören voll sehnsuchtsvoller Momente. Ihre Motivation: „Ich kann meine Augen leihen, sehen, was andere im Moment nicht sehen können. Ich kann meine Gedanken notieren und so den Bildern eine weitere Dimension hinzufügen.“ So gelingt es ihr, vollkommen in den Moment einzutauchen und das eigene Berührtsein vom Augenblick und vom Ort in Bild und Wort festzuhalten. Der Kopf ist leer, der Geist jedoch hellwach.
Von der Idee zum Buch: „Als Fotografin frage ich mich, was ich mit einem Geschenkbuch tatsächlich schenken könnte. Ich kann schauen und sehen, was andere im Moment nicht sehen können. Ich kann meine Gedanken notieren und so den Bildern eine weitere Dimension hinzufügen. […] Ein Spaziergang als Geschenk“.
Auf den ersten Blick denke ich, dass die Fotos ja sooo brillant nicht sind. Am Ende merke ich dann, wie mich gerade diese Alltäglichkeit, hier und da Unscheinbarkeit und oft gesehene Momentaufnahme ohne besonderes Licht mich da abholt, wo ich gerade bin. Ein Hochglanzbild hätte mich vielleicht mehr beeindruckt. Dieser kleine Spaziergang dagegen fühlt sich verblüffend „selbst erlebt“ an.
Und das eine oder andere Bild strahlt ja auch durchaus nochmal besonders heraus :-)
Die Fotografin
Martina Issler ist bereits früh fasziniert vom intensiven Blick durch den Fokus einer Kamera. Während des Architekturstudiums an der ETH Zürich bekam das Fotografieren für sie eine neue Dimension. Nach ein paar Berufsjahren als Architektin wendete sie sich ganz der Fotografie zu. Sie gründet 2004 den Postkartenverlag „Bildreich“.
Fazit: „Bilderbuch“ für ruhige Momente, viel für die Augen, etwas Text für die herbstliche Atmosphäre
Themen
- Landschaft
- Himmel
- Details
- Wald, ganz viel Wald
- Pilze
- Bäume
- …
Martina Issler: „Spaziergang im Herbstwald. Edition Bildreich“. Neptun 2023. 24,90 EUR (D) / 25,60 EUR (A) / 24,90 CHF (CH). ISBN 978-3-85820341-0.
Maria
Vogelarten im Garten, im Wald, auf offenem Feld im freien Gelände und am Wasser – die findet man hier versammelt.
Ein kleines Lexikon mit kindgerechten Erklärungen zu Blütenpflanzen kommt schlank und doch umfangreich daher. Die Haptik ist dieselbe wie beim Vogelbuch. Auch bei diesem Band ist die Cover-Innenseite hübsch: Kappuzinerkresseblätter sind da verstreut.
Wer Daten für ein breites Publikum anschaulich machen möchte, kommt um Infografiken nicht herum. Das Buch ist für alle gedacht, die die gängigen Fehler vermeiden und qualitativ hochwertige Infografiken erstellen wollen. Das Buch gliedert sich in 3 Teile, die jeweils weitere Unterbereiche haben: Wissen, Einsatz und Praxis.
Prima zum Wortschatzerweitern sind diese thematisch sortierten Wortsuchgitterrätsel.
Was für ein Wälzer! Und: Leider gut. Was bedeutet, dass ich mich da durchwuseln möchte. 858 Seiten = 19 Kapitel = gut was zu schleppen… mit Auszeichnungssprache, Layouts, Scripting.
Schrödinger wird Webentwickler! Zum Glück hat er einen Kumpel, der auf jede Frage eine Antwort weiß, wenn er nur genug Kaffee bekommt. Zusammen mit dem Protagonisten lernt Ihr HTML, CSS und JavaScript und erstellt die Webauftritte für seine Firma und einen Verein.


Wir schreiben das Jahr 2035. 
Der Fotoband startet mit einer kurzen Geschichte der Streetfotografie. Außerdem gibt es in der Einführung noch Einblicke in Technik und Stile. Und dann geht’s richtig los: 15 Kapitel volle Fotos und Geschichten zu jedem Bild.
Das Buch startet mit einer kurzen Einführung zum Minimalismus-Prinzip (als Großes und Ganzes). Dann folgt der Schwenk und alles fokussiert sich auf die Küche. Ausgehend von den Basics, die das Leben einfacher gestalten, zeigen Minimalismus-Expertinnen, was in der Küche wirklich wichtig ist. Und wie man herausbekommt, worauf man verzichten kann, ohne Abstriche zu machen.
„Durch Weglassen von Überflüssigem entstehen Zeit und Raum – in der Küche und im Kopf“ – Stimmt!

Bilderbuch mit kurzen Texten zu jeder Doppelseite. Bei jedem Blättern werden die Seiten kleiner… in der Mitte, beim Jetzt, findet man die kleinste Doppelseite, um zum Ende hin wieder auf die volle Größe ausgedehnt zu werden. So eine Art
Der Gesundheitszustand der Erde und mögliche Handlungsmöglichkeiten. Eine Frage steht im Fokus, die Jane Goodall so formuliert: „Wenn wir Menschen ständig betonen, dass wir die intelligenteste Art auf diesem Planeten sind – warum zerstören wir dann unser eigenes Zuhause?“ Und was ist zu tun?
In Form einer Reise nimmt der Autor uns mit, immer mit dem Ziel, Wissen auch ins Handeln zu übersetzen. Er sammelt und kommentiert die Beiträge und ordnet sie für sich ein. So kaleidoskopisch kann Nachhaltigkeit sein: Die Stationen der Reise sind Geschichte und Geschichten vom Erkennen und Gelingen, Interviews und Essays, Bilder, Zahlen, Grafiken, ein Gespräch zwischen Vater und Söhnen und Tipps für das eigene Anfangen. Weiter geht es mit kuratierten Inhalten, die den aktuellen Stand des Wissens vermitteln, staunen lassen, Mut machen und animieren, die Rettung unserer Erde zu unterstützen.
Gut 1000 (kein Tippfehler, tausend) Seiten dick, rund 2 kg schwer, nix zum locker wegschmökern! Die Kurzvorstellung der Autor:innen hilft für eine Einschätzung, was vom Nachschlagewerk man für die eigene Arbeit lesen möchte. (Immerhin sind unter den vielen männlichen Autoren dann doch immerhin 4 Frauen vertreten.)
Im Vorwort verspricht die Autorin, mir als Leserin „Feenkraft für alle Experimente, die Sie wagen, …“ zu schicken. Dann motiviert sie mich noch: „Zaubern Sie! Gestalten Sie! Erfinden Sie!“ Na, dann sehen wir mal…
Das Buch selbst ist voller groß(artig)er Bilder, kombiniert mit kurzen, dabei kundigen Texten. Zuerst fällt natürlich die faszinierende Naturfotografie auf: Wetterphänomene und Naturextreme in gewaltiger Schönheit.
Wirbelnde Tornados, urgewaltige Feuerberge, zuckende Blitze, eisige Winde und tödliche Wüstenregionen – zwei befreundete Fotografen zieht es dorthin, wo sich die Natur extrem zeigt. Sie nehmen uns mit zu Orten dieser Erde, die nur wenige Menschen selbst erleben, und bebildern u. a. die „Ästhetik der Unwetter“. Im Bildband zeigen sie die zerstörerische Kraft, aber auch die atemberaubende Schönheit der Naturgewalt unseres Planeten. Blicke an den Himmel und bis ins Herz der Erde.
Mit wenig Text, dafür packendem Erzählstil berichten die beiden Autoren von ihren spektakulären Trips. Auch davon, wie sie selbst das eine oder andere Mal an ihre Grenzen kommen. Wie hier auf dem Bild in Japan (Aso-san, Kyūshū) am Rand eines aktiven Vulkans. Der kurze Abschnitt zum Making-Of ist prägnant und auf den Punkt.
Themen
Wort-Gitterrätsel trifft auf das Handyspiel „Snake“.
Das Buch nimmt mich mit auf eine Erkundungsreise durch Raum und Zeit. Eine Reise durch den Weltraum, die von der Erde über die Sterne und Galaxien bis zum Urknall zurückführt.
Der Begriff UX-Design wird oft besonders mit der Gestaltung von digitalen Anwendungen verbunden. Doch auch Schuhe oder Türen sind gestaltet und bescheren uns Erfahrungen. Das Buch nimmt diesen allgemeinen Blick ein, immer wieder taucht man dann in konkrete Beispiele ein. Darunter sind natürlich immer wieder digitale Anwendungen, nur eben nicht nur.
„Erst wenn man die Dimension der Zeit genauer betrachtet, versteht man auch die Stellung des Menschen in der Natur und all die Miseren, die er dort anrichtet.“