Das Universum in deiner Hand
Der Autor durfte als Doktorand bei Stephen Hawking persönlich forschen, beide zusammen haben ein Jugendbuch verfasst. Dabei hat Christophe Galfard vermutlich auch gelernt, wie man Abstraktes in verständliche Sprachbilder übersetzt.
Das Buch ist eine Art Reiseführer für alle, die wissen wollen, warum Gott manchmal die Würfel in ein Schwarzes Loch wirft, wo man sie dort doch gar nicht sieht. Die Reise startet auf einer Insel unterm Sternenzelt und führt durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Universums.
Die Bandbreite der Buchperspektiven reicht vom Mensch und seinen eingeschränkten Wahrnehmungsmöglichkeiten bis zu den Grenzen unseres Universums … bzw. aller vermuteten… nachgewiesenen… berechneten… nicht beobachtbaren Universen. Obwohl… „Grenzen“…? Man erfährt auch, wieso der Begriff Grenze eigentlich nicht passt.
Das Buch erklärt die aktuelle Sicht auf unsere Welt – Quantenmechanik, Relativität, Zeitreisen, parallele Realitäten und Multiversen – und es kommt auch eine Formel darin vor. Spoiling…. E = mc2.
Es gibt keine physikalischen Details, dafür Einschätzungen der großen Zusammenhänge und grundlegenden Überlegungen zu den dahinter liegenden Modellen. Der Plot arbeitet mit vielen Drehs, die die Geschichte spannend, unterhaltsam und ungewöhnlich machen – fast wie ein Trailer für Hollywood.
Besonders loben (mindestens ein Doppel-Plus) möchte ich noch die erstklassige Übersetzung!
Meine ganz persönlichen Highlights
Ich hab einiges ganz Erstaunliches und Neues gelernt…
… zunächst nämlich , woher das c in mc2 kommt… „celeritas“ ist das lateinische Wort für Geschwindigkeit – hier: Lichtgeschwindigkeit. (Siehe https://en.wiktionary.org/wiki/celeritas#Etymology und www.latin-dictionary.org/celeritas.)
Dann war mir gar nicht klar, dass man über Haare von Schwarzen Löchern philosophieren kann. Stephen Hawking hat sie gesehen (www.livescience.com/53363-stephen-hawking-black-holes-have-hair.html), und er hat dazu etwas veröffentlicht: „[…] The new paper posits that hairs of soft photons and gravitons fringe a black holes‘ event horizon […]“. Das aktualisiert die Haarmetapher aus den 1960er Jahren, nach der Schwarze-Löcher-Haare hinter dem Ereignishorizont verschwinden (https://en.wikipedia.org/wiki/No-hair_theorem). Klasse! Endlich mal wieder was zum richtig tief Eintauchen in die Wissenschaft!
Außerdem musste ich nachschlagen, was mit meinem „chnopsigen“ Körper gemeint ist. Hat was mit den im Lebendigen enthaltenen chemischen Elementen zu tun: https://en.wiktionary.org/wiki/CHNOPS.
Fazit: Kino zum Lesen
Themen
- Kosmos
- Weltall verstehen
- Quantenwelt
- Ursprung
- Rätsel
Christophe Galfard: „Das Universum in deiner Hand. Die unglaubliche Reise durch die Weiten von Raum und Zeit und zu den Dingen dahinter“. C. H. Beck 2018. 24,95 EUR. ISBN 978-3-406-71448-1.
Maria
Fein, fein… ein ergiebiges Büchlein voller Rezepte und Tipps. Die Food-Bloggerin Hannah Frey kennt sich aus. Ihre 40-Tage-Challenge, ohne bzw. mit ganz, ganz wenig Zucker auszukommen, ist endlich mal was für ganz Mutige. Nix für Weicheier, die sich Eiseimer über den Kopf gießen… das dauert ja nur ein paar Sekunden, pööööhhh…
Wieder so ein Buch, das erst mal punktet: Es bringt ein Lesezeichenbändchen mit. Da steh ich drauf ;-) Und auch sonst ist es schon fast ein Handschmeichler, nur ein bisschen schwerer und größer.
Herausragend: Große Schrift mit Serifen. Wow! Sehr, sehr geile Idee. Lesen ohne Augenzukneifen.
Weihnachten steht vor der Tür. Und Katze beschleicht der leise Verdacht, dass ihr der Weihnachtsmann kein Geschenk bringen wird – denn wer nicht brav war, geht leer aus! Aber vielleicht kann sie das noch ändern ….
Mist. Das Buch ist gut. Zu gut. Also musste ich schon wieder alles bis zum Ende durchackern und mir die guten Tipps merken …
Sibylle Anderl schreibt nicht einfach ein Sachbuch über Astrophysik. Sie erzählt eine Geschichte, die sich wegliest wie nix, unterhaltsam und kurzweilig. Es ist eine philosophische Reise ins All und Einblicke, wie man diese Reise machen kann. Außerdem eine Liebeserklärung ans Forschen und die spannende Suche nach der Frage, wie man etwas entdecken und einordnen kann, das eigentlich unerreichbar ist.
„Innovativ! Flexibel! Erfolgreich!“ Auch schon mal gehört? Es hypt. Design Thinking möchte Antworten geben. Denn: Die Welt wird komplexer. Kundinnen und Kunden von heute sind anspruchsvoller und fordernder als früher. Ein leicht modifiziertes Angebot auf den Markt zu bringen, reicht nicht mehr.
Ohne Weizen, Butter und weißen Zucker Süßes herstellen – geht das? Klar geht das!
„Beim produktiven Arbeiten geht es darum, das eigene Potenzial wirklich umzusetzen und die richtigen und wichtigen Dinge effizient zu erledigen. Ivan Blatter entwirft in seinem Ratgeber einen neuen Ansatz: Er weitet den Blick auf das Zeitmanagement und gibt sofort umsetzbare Tipps, die helfen, sich mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu schaffen“ … so der Text zum Buch.
Schon der Teasertext ist ein kurzer Algorithmus:
Mindestens einmal im Leben erleben die meisten Menschen ein gravierendes, potenziell traumatisches Ereignis. Wer alt genug ist, kennt das wahrscheinlich. Dieses Buch stellt Resilienz aus systemischer Perspektive von der praktischen Seite sowohl für den Einzelnen wie für das Unternehmen dar. Resilienz ist kein gegebener Faktor der Persönlichkeitsstruktur, sondern das konstruktive Umgehen mit widrigen Umständen.
Das postkartenkleine Büchlein ist ein Ratgeber für den Studienstart, der sich ebensogut für Studienprofis eignet. Denn auch Promovierende finden hier noch Nützliches. Der Autor verfügt offensichtlich über eine Menge eigener Erfahrung. Er gibt einen breiten Überblick, zu vielen Tipps verweist er auf weiterführende Infos, meist in Form von URLs.




Seit 2008 schreiben ein paar Leute in Hamburg ganz besondere Weihnachtsgeschichten auf. Oder eher Weihnachtsmetaphern. Denn darin begegnet man etwas ganz Praktischem wieder: Agil produzieren, abeiten und führen. Auf unterhaltsame Weise kann man sich hier agile Inhalte und Konzepte, verpackt ins Weihnachtsthema, (noch einmal) gemütlich erzählen lassen.
Wer kennt das nicht? Frustrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer und keine verwertbaren Ergebnisse. So laufen Meetings oder Projektbesprechungen oft. Erkenntnisse aus Diskussionsrunden? Gleich null. Aus diesem Dilemma hat sich das Moderieren entwickelt. Schlechte Erfahrungen kennen auch Viele: Es wird „moderiert“, aber trotzdem wird aneinander vorbeigeredet, Konkretes kommt selten auf den Tisch und Diskussionen drehen sich im Kreis.
Bei diesem Lehrbuch steht die Idee im Mittelpunkt. Schön ist, dass die Ideen oft unabhängig von der Ausrüstung funktionieren. Trotzdem kommen Blende & Co. natürlich auch vor. Auch ein paar handfeste Modellempfehlungen (z. B. zu speziellen Objektiven) sind drin. Zu jedem Foto gibt es die Kameraeinstellungen. Die Texte ergänzen die Bilder gut und sind locker geschrieben, woran man den Ursprung in den Niederlanden noch erahnt.