Projektmanagement-Arbeitstechniken
Bisschen viele Wörter. Und leider wild durcheinander…
Ich vermute, die Autorin macht in ihren Seminaren ihre Sache gut. Allerdings ist das schriftliche Aufbereiten ihrer Kenntnisse und Erfahrungen in einem Buch wohl (noch?) nicht ganz ihr Ding. Das ist definitiv etwas, wo sie noch etwas lernen kann – oder sie nimmt sich gleich jemanden, der für sie ghostwritet.
Soweit die konstruktive und freundliche Empfehlung für die 2. Auflage. Vielleicht kommt aber auch keine 2. Auflage mehr, die erste Auflage ist aus dem Jahr 2010.
Tja. Was soll ich jetzt dazu sagen? Sorry, aber das ganze Buch wirkt so auf mich, als hätte die Autorin ihre Seminarskripte genommen, hier und da etwas rauskopiert und dann ein bisschen einheitlich formatiert. Und dazu aus wenigen Wörtern und Buchstaben möglichst viele Wörter und Buchstaben gemacht. Sie: „Ressourcenmanagement im Brennpunkt – entschärfen Sie erfolgreich Engpässe im Projekt“. Mein Verbesserungsvorschlag: „Engpässe entschärfen“, denn dass es um ein Projekt geht, weiß ich durch den Titel des Buches schon. Und der Rest ist entweder einfach heiße Luft oder der Versuch, gängige Buzzwords unterzubringen.
Was fehlt? Ein logischer Aufbau und eine innere Struktur. Zum Beispiel habe ich unter dem Stichwort „Stakeholderanalyse“ nachgeschlagen (S. 97). Als Einstieg beginnt dieser Abschnitt mit der Frage: Wann macht die Stakeholderanalyse Sinn? Und danach folgt eine mit vielen Wörtern grob skizzierte Einführung mittels Mindmap, wie man Stakeholder aufmalen kann. Und dann empfiehlt sie, mit kleinen Holzfiguren (mit Nasen, damit man weiß, wo vorn ist) eine Aufstellung auf der gemalten Mindmap.Kann man machen. Aber: Ganz woanders (S. 22) habe ich dann beim weiteren Blättern eine Tabelle unter dem Stichwort „Kraftfeldanalyse“ gefunden, in der genau die Fragen übersichtlich aufgelistet sind, die ich bei der Stakeholderanalyse vermisst habe. Fragen danach, wer Einfluss auf das Projekt nimmt und wer welche Rolle hat und welche Erwartungen von wem an das Projekt da sind und wie die Einstellung dem Projekt gegenüber ist und schließlich, wer wieviel Einfluss auf das Projekt hat.
Hier sieht man auch einen weiteren Unsauberkeitsfaktor: Es stehen zwei logisch eng zusammenhängende Punkte – wer hat Einfluss und wieviel Einfluss – weit voneinander entfernt, warum nicht direkt nebeneinander? Anderswo erklärt sie, was man beim „Sitzungsmanagement“ beachten muss. Auch hier eine Liste (okay, ohne Nummerierung, aber immerhin als Checkliste von oben nach unten mit Aufzählungspunkten), und darin zuerst: Teilnehmer einladen und Zusagen überprüfen, darunter dann erst „Zeitrahmen festlegen“. Wo sich doch diejenigen, die teilnehmen außer dem Thema auch den Zeitpunkt und die Dauer ansehen, um zu entscheiden, ob sie teilnehmen. Und DANN kann man die Zusagen erst prüfen. Also bitte beim nächsten Mal mehr logisch-chronologisch redigieren vorm Druck des Buches…
Es ist wirklich mit Aufwand verbunden, aus diesem „Zettelkasten“ mit viel zu vielen Wörtern das herauszuarbeiten, was wirklich weiter hilft.
Fazit: Bitte nochmal überarbeiten
Themen u. a.
- Zeit- und Selbstmanagement
- Moving Targets und Änderungsmanagement
- Meetings
- Moderation
- Ziele
- Aktionsplan
- Kommunikation
- Kreativität
Vera Krichel-Leiendecker: „Projektmanagement-Arbeitstechniken. Crashkurs!“ Cornelsen 2010. 12,95 EUR. ISBN 978-3-589-23743-2.
Maria
Eines Tages entdeckt ein kleiner Pinguin, dass er anders ist als die anderen.
Entspannter arbeiten: Das geht mit Computer, Tablets oder Smartphones – wenn man weiß, wie. Dieses dünne Buch bringt leicht umsetzbare Ideen für den eigenen Arbeitsplatz und für die flüssige Zusammenarbeit auf den Punkt. Es liefert erprobte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, nützliche Checklisten, ergänzende Downloads und hilfreiche Videoclips (auf der Website). Es will dabei unterstützen, den Alltag besser zu meistern. Sämtliche Methoden und Best Practices kommen aus der Praxis. Und das merkt man auch. Die kurzen Beschreibungen kommen der Leserin entgegen, die lieber stöbert als von vorn bis hinten alles durchzulesen.

Das Buch ist guter Ideengeber für Kindergeburtstage, für Spiele beim Familienwandern, für die Pausen in Vor- und Grundschule, gegen Langeweile am Nachmittag – und überhaupt. 100 alte Spiele stellt die Autorin hier vor.
Ein klassisches Lehr- und Übungsbuch, das sich zum Ziel setzt, ein praxisnahes Studium der Modellierung von Geschäftsprozessen zu unterstützen. Die Elemente der Business-Process-Model-Notation werden systematisch vorgestellt. Bereits im ersten Kapitel wird auch das sogenannte „Marken-Konzept“ vorgestellt. Das hilft, um den Kontext zu erfassen, und deswegen hilft es auch beim weiteren tieferen Eintauchen in die Materie. Viele Beispiele veranschaulichen das Prinzip. Das Ziel der Modellierung, wohldefinierte und für alle Prozessbeteiligten klar geregelte Abläufe und Verantwortlichkeiten, wird ebenfalls in seiner Relevanz erklärt. Den Schluss des Buches bildet ein eigenes Kapitel voller Übungsaufgaben und Kontrollfragen (mit Lösungen).
Acitiviti ist ein Prozessengine-Framework für BPMN 2.0, und zwar Open Source. Es stellt eine Umgebung zur Verfügung, in der man Geschäftsprozesse (und natürlich auch entsprechende technische Prozesse) modellieren und laufen lassen kann. Das Activiti-Projekt ist im Zusammenspiel mit Alfresco entstanden. Es bietet verschiedene Tools an, die teilweise über die reine BPMN-Funktionalität hinausgehen, z. B. eine eigene Perspektive für Business-Analyst*innen, ein Eclipse-Plugin für Entwickler*innen und eine Oberfläche fürs Managen der Prozesse. Der Autor ist selbst Core-Entwickler von Activiti, was für Fachkompetenz hinter den beschriebenen Inhalten sorgt.


Wer wünscht sich einen freien Schreibtisch und mehr Ordnung im Büro? Viele! Ich auch.

Ein bisschen sehen sie ja aus wie Außerirdische. Aber es sind garantiert keine, denn hier gibt es nur nasse Hunde. Das Format ist schön quadratisch und groß. Für die Zielgruppe passend: Kinder, und zwar eher etwas kleinere.
Wochenende? Besuch hat sich angekündigt? Oder der Hunger auf Süßes macht sich bemerkbar? Aber keine Lust auf richtig Arbeit? Dann ist dieses Buch vielleicht die Lösung, wenn man nicht gleich zur nächsten Bäckerei stiefeln möchte. Jede Menge Rezepte mit wenigen Zutaten und mit Teig, der leicht gelingt. Quasi mit Erfolgsgarantie und schnell erreichtem Backvergnügen.