Heinz‘ Life
Das Buch ist als Tagebuch von Heinz aufgemacht. Dementsprechend kommen die einzelnen Kapitel als Tagebucheinträge daher. Sozusagen Timestamps der Computergeschichte. Das Buch hat keinen Erzählstrang, es erzählt jeweils eine Anekdote pro Jahr.
Im Jahr 2032 blickt Heinz auf sein Leben zurück, das nicht nur beruflich eng mit der Informations- und Kommunikationsbranche verbunden war. Zusammen mit ihm entwickeln sich die Computer von den raumfüllenden Servern mit eigenem Kraftwerk bis hin zu unsichtbaren Helfern, die jeder nutzt, aber kaum einer wahrnimmt. Heinz berichtet, was die eingebetteten Computer heute schon leisten und welche Anwendungen in den nächsten 20 Jahren auf uns warten und unser Leben verändern könnten.
Dem Buch hätten Fotos bzw. Grafiken der beschriebenen Technik gut getan. Die Infoboxen zu den Themen überschneiden sich leider mit den Inhalten im eigentlichen Kapiteltext. Eine Überarbeitung täte dem Buch ganz gut. Nichtsdestotrotz fand ich den Band interessant. Die „persönlichen“ Erlebnisse wirken auf mich allerdings arg konstruiert. Am besten einfach drüber weg lesen ;-)
„Man muss kein Prophet sein, um davon auszugehen, dass in etwa 20 Jahren der PC genauso rasch wieder von der Bildfläche verschwunden sein wird, wie er sie zur Jahrtausendwende als Statussymbol des Informationszeitalters erklommen hat. Warum? Ganz einfach: Er wird schlicht überflüssig, weil Tausende von Minirechnern aus unserer jeweiligen Umgebung seine Arbeit übernehmen. Genauso wenig werden wir noch ein Handy oder einen festen Fernsehbildschirm brauchen. All das ist der Elektroschrott von morgen.“ Das meint der Autor, Prof. Dr. Lutz Heuser. Mal sehen, wie’s dann kommt…
Fazit: Insgesamt eine interessante Idee, nur etwas überarbeitungsbedürftig
Themen
- Großrechner, Transistoren und Rechenmaschinen im deutschen Osten
- Logik und Grafik
- Laufende Bilder
- Sowjetische Großrechentechnik
- Analog und digital
- Mail, Internet und Hyperlink
- Internetalternativen
- Web 2.0
- Neue Internetadressen
- ISDN
- Taschenrechner mit Gedächtnis
- Smalltalk
- Prozessketten
- Kosten-Nutzenrechnung
- Virtuelle Welten
- Suchmaschinen
- Computer überall und für die Tasche
- Millenium-Bug
- Handel und Wissen
- Autorechner und Einchecken im Flug
- Informationsüberfluss
- Erneuerbare Energien
- Medizin und Betreuung im Alter
- Intelligentes Haus
- Identitätsdiebstahl
- Individueller Massentransport
- Digitale Zukunft
Lutz Heuser: „Heinz‘ Life. Kleine Geschichte vom Kommen und Gehen des Computers“. Hanser 2010. 24,90 EUR. ISBN 978-3-446-42077-9.
Maria


Im Labor von Professorin Multiversa habt ihr jedenfalls einen kleinen Avatar, mit dem ihr zuerst durch Spiele, Filme und Puzzles naturwissenschaftliche Grundkenntnisse erlangt, bevor ihr dann euer eigenes Multiverso-Raumschiff bauen könnt, mit dem es auf Entdeckungsreise durch unser Sonnensystem geht …
„Engineering Documentation Control Handbook – Configuration Management“ von Frank B. Watt, Noyes Publication, New York: 2000. (Inzwischen gibt es von dem Handbuch eine neue Edition.)
„ProjektManagement. Das Wissen für den Profi“ von Bruno Jenny, vdf-Hochschulverlag, Zürich: 2009.
Zur Gehaltsverhandlung wurde von Wiebke H. (Teilnehmerin) das Buch „Gehaltsverhandlungen für freche Frauen“ von Cornelia Topf (redline Wirtschaftsverlag 2005) empfohlen.
Von einigen Teilnehmerinnen, wurde das Problem geschildert, dass sie die Männersprache ihrer Kollegen nicht verstehen. Die Dozentinnen Doreen und Vera erklärten uns, dass diese Männersprache was mit dem Kampf um Status zu tun hat. Aus dem Teilnehmerinnenkreis kam dann der Ausruf: „Ja, wenn ich die Spielregeln kenne, dann habe ich auch Spaß einfach mitzumischen!“ Doreen und Vera empfohlen daraufhin auch das Buch „Spiele mit der Macht“ von Marion Knaths. Es soll sehr anschaulich beschrieben und leicht zu lesen sein.
Oliver Sacks ist ein weltbekannter Neurologe und ein Anhänger der romantischen Wissenschaften. So beschreibt er in zahlreichen Kurzgeschichten in diesem Buch mit viel Hingabe und auf eine liebevolle Art und Weise „seine“ Patienten und ihre neuropsychologischen Besonderheiten. Was uns als Naturwissenschaftlerin dabei vielleicht besonders zu fesseln vermag, ist die Frage, ob das menschliche Gehirn wirklich wie ein Computer funktioniert, oder ob in unser aller Köpfen nicht doch noch mehr vor sich geht?
Den Tipp zu diesem kleinen Büchlein habe ich in einer Bremer Veranstaltungszeitung entdeckt. Was soll ich sagen, es hat sich gelohnt – ich kannte bei Weitem noch nicht alles, was der Radio-Bremen-Reporter hier preisgibt. Den Weihnachtsladen im Schnoor kennen vielleicht einige von Euch schon. Und das Bremer 
Galileo Computing veröffentlicht mit der Neuerscheinung des Handbuchs zu Ubuntu GNU/Linux 11.04 „Natty Narwhal“ ein sogenanntes Openbook und stellt es allen den Ubuntu-Nutzerinnen kostenlos zur Verfügung – zum Onlinelesen und als Download (Link s. Menü, als Zip-Datei).
Neben Werkzeugen, Vorgehensweisen und Programmierparadigmen hat die Softwareentwicklung noch mehr Dimensionen. Eine davon behandelt dieses Buch: Wissensarbeit. Dabei geht es um die beteiligten Menschen, ihre Arbeitsweise und welche Rolle das Gehirn, das Team und das oft sehr dynamische Umfeld spielen.
Das Buch spricht eher Jugendliche an, dementsprechend sind Titel und Stil. Der Autor versucht, die Sprache der Kids aufzugreifen. Er nimmt junge Leute, die gerade anfangen, sich vor ein Publikum zu stellen, an die Hand. Schüler/innen und Studierende, die (noch) schüchtern sind, bekommen hier eine Menge Aufmunterung. Das geht weit über die üblichen Tipps wie Gestaltung und Aufbau der Folien hinaus. So erklärt Oliver Reuter z. B. auch viel zur Stimme (und wie sie bleibt) oder wie sich der Kontakt zum Publikum zu Beginn herstellen lässt.