Agil Moderieren
Das Buch ist ein praxiserprobtes Nachschlagewerk für Moderator*innen. Es enthält agile, interaktive Veranstaltungsformate wie „Lean Coffee“, „Open Space“ und „Coaching Dojo“. Viele Informationen sind hier komprimiert und übersichtlich dargestellt. Man kann sich die Formate unabhängig voneinander ansehen oder man folgt dem roten Faden, der sich an der Struktur einer Veranstaltung orientiert: Teilnehmende kommen an, füllen die Veranstaltung mit Inhalten, abschließend wird kurz auf das Erreichte geblickt.
Die Einleitung gefällt mir gut, hier werden Grundlagen für das Verständnis gelegt: Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Lernen.
Das Buch richtet sich an Scrum Master und Scrum Mistresses, agile Coaches, Organisationsberater*innen und Mutige, die sich einer Herausforderung stellen wollen. Besonders für Neulinge gibt es Tipps, worauf bei den jeweiligen Formaten besonders zu achten ist. Neben methodischen Tipps findet man auch Tipps zum Handwerkszeug (Werbeeinblendung… dazu s. auch die Zeitungsartikel „Flipcharts wie…“ und „Überall visualisieren mit…“ | Ende der Werbeeinblendung). Die Links zu Hintergründen, Infos und Materialquellen helfen besonders denjenigen, die sich neu mit der Materie beschäftigen.
Beschreibende Visualisierungen helfen beim Verstehen und Behalten der Formate. Hübsch sind sie auch noch:

Für Unerfahrene sind die Kurzbeschreibungen der Formate manchmal vielleicht zu knapp gehalten. Da wäre es zu überlegen, ob man die konkrete Beschreibung (z. B. wie die Moderation abläuft, welche konkreten Fragen gestellt werden etc.) nicht näher an die Kurzbeschreibung setzen sollte statt sich Punkten wie Einsatzbereich und Nutzen zu widmen. Denn diese sind für mich als Leserin erst interessant, wenn ich einigermaßen verstanden habe, worum es denn im Kern geht. Nun ja, ich bin jetzt aber auch echt streng ;-) Das Buch ist ja gut.
Besonders gelungen finde ich die Zusammenstellung der Inhalte, von neurologischen Grundlagen über die konkreten Formate bis hin zu Didaktik und Lerntheorie. Und das alles sehr aufgeräumt und locker mit kurzen Texten und vielen Bildern in Szene gesetzt.
Für Fortgeschrittene ist u. a. das Kapitel agiles Coaching lesenswert, da kann ich mich von den Ideen für meine eigene Profession inspirieren lassen. Und sei es auch nur durch eine schnöde, aber erhellende Tabelle wie diese:

Ziel des Buchs ist, Menschen zu ermutigen, selbst interaktive Formate zu organisieren. Für die Eine oder den Anderen wird das Buch sicher den letzten Anstoß geben, denke ich.
Fazit: Anständiges Erfahrungswissen, ansprechend aufbereitet
Einige der Themen
- Grundlagen agiler Moderation
- Hash-Tagging
- Blitzlicht
- Check-in
- Speed-Temenos
- Lineup
- World Cafe
- Pecha Kucha
- Fragetechniken
- Agiles Coaching
- ROTI
- Debriefing
Patrick Koglin: „Agil Moderieren. Erfolgreiche Veranstaltungen gestalten“. CreateSpace Independent Publishing Platform 2015. Preis: Über leanpub zwischen 19,98 $ (US) und 27,- $ (US). Amazon: 31,81 EUR (als ich da geguckt hab). ISBN 978-1519763792.
Buchwebsite: www.agile-tools.de/das-buch
Selbstorganisation braucht Führung

„Mit selbstorganisierten Teams wird alles besser!“ hört man von vielen agilen Beratern und Beraterinnen. Ihnen laufen Manager nach, die sich eine Art automatische Arbeitserledigungsmaschine erhoffen – froh darüber, endlich die Last des Führens abwälzen zu können. Doch warum klappt es dann bei so vielen Teams mit der Selbstorganisation nicht?
Das Buch greift das Klischee auf, dass Scrum und andere agile Managementmethoden einfach so funktionieren, wenn man Teams sich selbst überlässt. Doch Achtung: Agilität befreit vor allem die mittleren Manager nicht von ihrer Verantwortung. Ganz im Gegenteil: Agile Selbstorganisation hat einen hohen Anspruch an Führung – sie braucht Managerinnen und Manager, die sich ihrem Menschsein stellen.
Egal, wo ich das Buch aufschlage, ich lese mich fest. Krass. Sehr viel Erfahrung, sehr eingängige Gesprächsprotokolle, sehr kluge Gedanken. Die Beispiele stammen aus der Praxis eines Coachs für Führungskräfte. Sie sind anschaulich, kurz und prägnant beschrieben. Geballtes Wissen, dem man glaubt.
Die Grundfrage des Buchs ist, wie agiles Arbeiten in Selbstorganisation, Führung und Teamentwicklung sich zueinander verhalten und miteinander verwoben sind. Dazu gibt es Hintergründe und Praxis und Erfahrungen (auch „schlechte“, aus denen man bekanntlich am meisten lernt). Spannend! Und erhellend, wenn man (noch) nicht ganz im Agilen angekommen ist. Hier lässt sich mehr als ahnen, dass sich die Mühe lohnt, auf agiles Vorgehen und Selbstorganisation zu setzen.
Das Buch ist auch als Nachschlagewerk geeignet, es kann als Inspirationsquelle für die eilige Querleserin dienen. So interessant, dass das Lesen am Ende doch etwas länger fesselt als vorher gedacht (siehe oben).
Sehr angenehm ist auch der lebendige Schreibstil. Keine trockenen Abhandlungen über in Theorie gegossene Praxis, sondern hier schreibt jemand, als wäre man dabei. Geschichten, Kontext und Menschen aus dem Leben. Erzählt wird von den persönlichen Krisen, vom eigenen Scheitern und dem Erkennen, wie Selbstorganisation gelingt.
Mehr davon!
Auch schön: Dies ist eins der wenigen Bücher, in dem auch ganz selbstverständlich gendergensibel formuliert wird, z. B. wenn ein Chef aus seiner Perspektive erzählt: „Sie waren die Besten, die ich finden konnte, jede und jeder war für sich einzigartig und wundervoll […]“ (aus dem Kapitel Anerkennungssysteme).
Beispiel für die Klugheit des Buches gefällig? Bittesehr, hier ein Zitat aus einer Übung:
Übung: Dasein!
Sollten Sie Kinder haben, wird Ihnen diese Übung leicht fallen. Ihre Tochter oder Ihr Sohn machen sicher bei Veranstaltungen mit, bei denen sie brillieren können: Theater, […] Konzerte, Fußballmatches, Handball… Ihre Aufgabe bei einem dieser Events ist es, die volle Aufmerksamkeit für Ihre Tochter oder für Ihren Sohn aufzuwenden. Vermeiden Sie Gespräche mit den anderen Eltern.
Warum? Es geht nicht darum, dass Sie so toll sind, weil Sie so ein tolles Kind haben. Das ist nicht Ihr Event. richten Sie die volle Aufmerksamkeit auf Ihr Kind, seinen Sie für es da. Das Handy bleibt aus.“ (Wichtig!!!)
„[…] Wenn Ihnen diese Übung gelingt, übertragen Sie das Gleiche auf die Arbeit mit Ihren Teams.“
Fazit: So ein kluges Buch :-)
Themen
- Systemisches Hintergrundwissen
- Prinzipien der Selbstorganisation
- Effizienzfalle
- Engagement
- Demographie
- Beteiligung vs. Verwöhnen
- Schwierigkeiten der Führung
- Teamentwicklung
- Mehrperspektivität
- Kollektive Kommunikation
- Führungswerkzeug Gehirn
- SCARF
- Führen durch Zuhören
- Positive Verstärkung
- Mensch, Modell, Manager: Agilität als Kultur
- Kultur des Gelingens: 7 Prinzipien
- Rolle von Sinn
- Strukturen: Organisationsstruktur, Meetings, Gespräche, Open Space, Appreciative Inquiry, Dynamic Facilitätion
- Anerkennungssysteme
- Schädliche Anreizsysteme
- Erlaubnis zu versagen
Interview mit den Autoren:
http://update.hanser-fachbuch.de/2015/01/interview-selbstorganisation-braucht-fuehrung/
Boris Gloger und Dieter Rösner: „Selbstorganisation braucht Führung. Die einfachen Geheimnisse agilen Managements“. Hanser 2014. 34,99 EUR. ISBN 978-3-446-43828-6.
Maria
Die Autoren wollen aufstrebende Studis mit diesem Ratgeber dabei unterstützen, das Handwerkszeug für erfolgreiche Führung kennenzulernen. Das ist wichtig auf dem Weg vom Hörsaal auf den Chefsessel. Alle relevanten Führungsthemen werden verständlich vorgestellt. So kann man das Erlernte direkt anwenden.
Das Autorenteam stellt in diesem Buch kurz vor, was man für die Entscheidung für ein Start-Up und die Durchführung desselben wissen muss. Sie zeigen ökonomische, rechtliche und organisatorische Chancen und Risiken. Mit diesem Wissen kann man die Gründung schon während des Studiums angehen. Auch die Frage, was nach dem Studium mit dem Unternehmen passieren kann, wird hier beantwortet: Verkauf oder das Ende – vielleicht, um etwas Neues zu gründen…? Viel Erfolg wünschen Euch die Autoren und natürlich auch ich.


Das Flipchart ist ein praktisches Präsentationsmedium, Visualisierungen sind schnell gemacht. Allerdings muss man mit Stiften und Charts umgehen können, um bemerkenswerte Ergebnisse auf das Papier zu zaubern. Nur – wie geht das? Wie gestalte ich in kürzester Zeit ein aussagekräftiges Plakat? Welche Effekte kann ich in die Präsentation einbauen und wann sollte ich das machen? Wie komme ich Schritt für Schritt dazu, scheinbar schwierige zeichnerische Herausforderungen zu meistern? …
Zusammen mit dem Manager-Seminare-Buch kann man beim Schilling-Verlag auch ein bisschen Equipment bekommen, als praktisches Bundle. Das Buch … na, siehe oben. Die Marker sind top, mit dem grauen lassen sich eindrucksvoll Schatten malen und so Skizzen auf einfache Weise aufwerten (s. Foto rechts, mein schneller Versuch eines Baums).


Die weiße Rückseite der Folienkarten lässt sich als Mikrowhiteboard nutzen. Wenn man mit einem Boardmarker darauf schreibt, kann man die Beschriftung innerhalb von 3 Stunden wieder weg wischen. Bevor man wischt, wartet man am besten ca. 10 Sekunden. Darum werden solche Marker als „trocken abwischbar“ bezeichnet ;-)
Wischer
Schließlich will ich Euch meine Einschätzung zum Permanentmarker von Faber-Castell nicht vorenthalten, mit dem ich die farbigen Moderationsfolien beschriftet habe. Er ist wirklich gut dafür geeignet. Er schreibt klar, flüssig und ohne sonderlich große Schmiererei. Die Trocknungszeit auf Stattys Notes liegt bei ein paar Sekunden. Der Stift ist als Dreieck geformt und liegt mit seinem „Grip“ – ein paar hervorgehobenen runden Noppen – angenehm in der Hand. Die Farbe ist dick und satt.

Wer Kaffee trinkt oder mit Kaffeetrinkenden seine Zeit verbringt, kennt das: Jede Menge davon wird verschüttet, verkleckert oder daneben gegossen. Das passiert jeden Tag. Auch dem Urheber dieses Buches. Seine Kaffeekleckse haben den Designer inspiriert; er verwandelte eines Tages einen in ein Monster.
In einer Welt zunehmender Vernetzung gibt es immer mehr Berührungs- und damit Konfliktpunkte. Da bekommt eine Methode, die sich über lange Zeit in der Praxis bewährt hat, tragfähige Lösungen zugunsten aller Beteiligten zu finden, mehr und mehr Bedeutung. Die Methode heißt 






Jeder Tag bietet neue Chancen. Für neue Erlebnisse, neue Bekanntschaften, neue Freundschaften.
Beschreibung des Herstellers: „Der praktische Schirm ‚Travel‘ überzeugt mit seinem taschenfreundlichen Format und geringem Gewicht jeden, der sich nur ungern von einem plötzlichen Regenguss überraschen lässt. Darum ist ‚Travel‘ auch der perfekte Begleiter für jeden Anlass und findet in jeder Aktentasche, jedem Koffer, Rucksack oder auch Manteltasche seinen Platz.“
Beschreibung des Herstellers: „Das Designwunder X1 schützt nicht nur zuverlässig vor Regen, sondern macht auch in geschlossenem Zustand eine perfekte Figur Dank des praktischen EVA Cases. Extra klein.“ Soso, EVA-Case, … Ts.
Größe: Durchmesser 94 cm / Länge 17,5 cm
Beschreibung des Herstellers: „Der kleinste Schirm der T.Serie […] überrascht trotz Kompaktheit mit einem verhältnismäßig großen Schirmdach. Neben den klassischen Farben finden Sie bei diesem Modell ein Streifen-Muster wieder und machen diesen manuellen Schirm zu einem wahren Hingucker.“ Äh, Grammatik? Egal, Beschreibungstexte liest eh keine Sau ;-)
Beschreibung des Herstellers: „Die elegante Reißverschlusshülle birgt ein starkes Geheimnis: Den T2 Duomatic, der elegante Begleiter bei Regen, Sturm und Schnee. groß, automatisches öffnen und schließen“ Nochmal: Grammatik lernen oder in Rechtschreibprüfung mit einschalten! Nach einem Punkt geht es mit großem Anfangsbuchstaben weiter. Auch für Öffnen und Schließen sollte mit Großbuchstaben nicht gegeizt werden ;-)
Beschreibung des Herstellers: „Der Klassiker mit edlem, geschwungenem Holzgriff.“ Stimmt!
Beschreibung: „Sein Griff besticht durch edles Echtholz, sein Schirmdach durch hochwertig ausgerüsteten Stoff. Zusammen ergibt das den Long AC, einen Stockschirm, der Blicke auf sich zieht und Regen stilvoll abhält.“ Nun ja, das passt wohl.
Wandern ist zur Zeit für mich das Beste, was zwischen dem ganzen Alltagskram auch noch da ist. Deswegen hatte ich die Idee, mir mal DEN WEG anzusehen. Nicht persönlich (noch nicht…), aber mit den Augen anderer Wanderer. In diesem Fall: Pilgerinnen und Pilger, nämlich Annie aus Amerika, Jack & Wayne aus Kanada, Misa aus Dänemark, Sam aus Brasilien, Tatiana aus Frankreich und Tomás aus Portugal.


Wer war hier? Und was führte er im Schilde? Der Mensch. Und: Seine Interessen sind unterschiedlicher Natur.
Warum sendet man in Gesprächen manchmal Wischiwaschi-Signale? Warum ist zwischenmenschliches Feedback so kompliziert? Wie kann man solche Schwierigkeiten vermeiden? Warum ist die gängige Metapher eines Fußballteams für die Zusammenarbeit in Unternehmen nicht die beste? Darauf gibt der Autor hier Antworten.
Lästige Pflichten schiebt man nur zu gerne vor sich her. Ob berufstätig, Studi oder Hausmann – dieses Buch will helfen. Es erklärt einige bewährte Techniken, manche schon Jahrzehnte alt. Mit treffenden Beispielen erklärt der Autor, wieso wir manche Dinge lieber auf die lange Bank schieben. Und liefert dann die passenden Lösungen.