Die Kunst des klugen Handelns
Das Buch ist sicherlich leicht zu lesen,jeweils 3 kurze Seiten zu einem Thema (mit nicht sehrhübschen Bildern „angehübscht“). Leider sind die einzelnen „Irrwege“ aber insgesamt doch etwas stark vereinfacht und reißerisch dargestellt. Z. B. behauptet der Autor, dass in Science-Fiction-Filmen nur die Menschen verschiedene Kulturen haben, nicht aber die Außerirdischen. Klassischer Fall von schlecht recherchiert. Und da spreche ich mit einem bekannten klugen Mann: „Wovon man nichts versteht, dazu soll man auch nix sagen“ (oder so ähnlich).
Die Themen an sich sind durchaus relevant, viele davon – zumindest für mich – allerdings auch alte Bekannte. Und ob das Thema „Neid“ tatsächlich in die Liste passt, das wage ich zu bezweifeln. Nun ja, es ist ja auch schon der zweite Band, da muss man wohl Kompromisse machen… um auf 52 zu kommen.
Leider ist der Fokus des Buchs auf Unterhaltung, so dass brauchbare Lösungsansätze kaum mal angedeutet werden. Immerhin lassen sich die Beschreibungen zum Identifizieren und Einordnen nutzen – und dazu, bekannten Phänomenen einen wichtigen Namen zu geben. Ein Buch also durchaus für Angebereien beim nächsten Small-Talk geeignet.
Fazit: Teils nett zu lesen, allerdings auch unpassende Analogien, vereinfachte Schlussfolgerungen, schwammige Erklärungsversuche
Themen
- Rechtfertigung durch Begründung
- Weniger entscheiden
- Gefühle für Gegenstände
- Durchschnitt
- Motivation zerstören
- Plappern
- Statistiken gut aussehen lassen
- Informationen (un/bewusst) filtern
- Gehirn und Mustererkennung
- Zusammenhang von Aufwand und Wertschätzung
- Gesetz der kleinen Zahl
- Geschichte verändert sich im Lauf der Zeit im Kopf
- … und noch viele mehr
Rolf Dobelli: „Die Kunst des klugen Handelns: 52 Irrwege, die Sie besser anderen überlassen“. Hanser Verlag 2012. 14,90 EUR. ISBN 978-3-446-43205-5.
Maria
Der Titel könnte etwas irreführend sein, es geht hier nicht um reine Arbeitsorganisation. Das Buch will der Leserin bzw. dem Leser helfen, die persönlichen Fähigkeiten effektiv einzusetzen, als Voraussetzung für beruflichen Erfolg und innere Ausgeglichenheit. Es enthält Abschnitte dazu, wie sich die eigenen Fähigkeiten einschätzen und Ziele klar und deutlich definieren und konsequent verfolgen lassen. Die Beispiele aus der Praxis finde ich sehr gut, da kommt z. B. ganz selbstverständlich Ilse, die Ingenieurin vor oder die Projektkoordinatorin einer großen Softwarefirma, es gibt Chefinnen neben Chefs und so wird die weibliche Seite der Professionalität abgebildet.
Hauptzielgruppe dieses kleinen Bandes sind Schüerinnen, Schüler und Studis. Aber auch Profis können vom einen odern andern Tipp noch profitieren. Es gibt sehr viele Übungen, wie bei allen Büchern dieser Reihe, Lösungsvorschläge inklusive. Bekannt ist ja die Technik des Lesens mit Leitfragen. Dazu ordnet man den Text vor dem eigentlichen Lesen ein und überlegt sich, welche Fragen er beantworten soll. Beim Lesen fokussiert man sich dann darauf, Antworten zu diesen Fragen zu entdecken. Hindernisse beim Lesen und auch beim Verstehen von Texten werden erläutert – und wie man sie überwindet. Und nicht nur das Lesen, auch das Bearbeiten von Texten kann man hier verbessern lernen. Für deutsche und auch für fremdsprachige Texte.
Der Autor von „Gut gegen Nordwind“ beschreibt als Theos Onkel dessen Sicht der Welt. Theo ist neu. Auf dieser Welt. Er weiß genau, wozu die andern Leute da sind, die ihm am Anfang seines Lebens so begegnen. Sie sind dazu da, ihn zu bedienen.



Ein ganz nettes Nachschlagewerk, für das Thema aus meiner Sicht allerdings zu breit aufgestellt. Es gibt einen Exkurs zu „Lerntypen“, ein Thema, was an sich sehr interessant ist, aber beim Protokollieren doch eher weit hergeholt. Gut ist, dass es Übungen zur Konzentrationsfähigkeit gibt – die zu steigern hilft ja durchaus bei den Aufgaben, die eine Protokollantin (oder ein Protokollant) so zu lösen hat. Passend ist auch, die Voraussetzungen mal aufgelistet zu sehen, was normale Leute zu guten Protokollierenden macht.
Kennt Ihr noch die Leute von der GEZ? Die an der Tür klingeln, und wissen wollen, ob Ihr auch wirklich keinen Rundfunk empfangt? Muss ich da die Tür aufmachen?
Die Amerikanerin Lisa Napoli war Journalistin u. a. bei CNN. Sie überlegt in einer Sinnkrise, ob und wie sie – mit Mitte 40 – ihr Leben ändern kann und soll. Ein Anfang ist, dass sie sich jeden Tag
Worum geht’s?




So beschreibt der Verlag das Buch:
Jetzt weiß ich endlich, wo die Kreativitätsforschung herkommt und wann das anfing. Obwohl es im Kern um logisches Denken geht, gibt es auch viel zur Kreativität zu lesen. Zum Beispiel, welche Merkmale kreative Menschen auszeichnet und welche äußeren Faktoren sich günstig auf die Kreativität auswirken. Außerdem stellt Birgit Kuhn an einer Stelle logisches dem lateralen Denken gegenüber, beides wichtig für den Erfolg. Mir gefällt gut, wie die Autorin das Titelthema in einen breiteren Kontext stellt. Das macht das Lesen interessant und erhöht die Umsetzbarkeit in die Praxis ungemein.
Ganz klar an Schülerinnen und Schüler gerichtet, widmet sich das Buch an alle, die sich im Bereich Schule bewegen. Dementsprechend ist die Ansprache. Es gibt einfache Übungen, leicht nachvollziehbare Tipps und im Anhang die Lösungen. Die Tipps sind sicher zielführend, aber – wie das so ist im Leben – nicht ganz so leicht umzusetzen und durchzuhalten, wie es sich liest. Das liegt nicht am Buch, sondern an der Natur der Sache.